Ausgabe 
7.11.1769
 
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lmd Nachrichten. 39?

aufgekragen zu sorgen, daß es an nichts fehlen möchte, und sie wolte s» gleich in Vie Stadt gehen, unb; Ciejcnigen bebenSmiktel -intaufen, deren man benöthigt seyn möchte. Sie erkundigte sich, wie viel der Amtmann ihr Geld zurück gelassen häkle , und nachdem sie erfahren, daß er ihr vier und zwanzig Thaler zur Bestreitung der nölhigen Ausgaben in der Hau«, li'alkung zurückgelaffen habe, machte sie diese alte einfältige Persohn so treu« d-rün, daß ihr dieselbige zwanzig Thaler überreichte, um dafür die nökhi« eien Seilschaften in der Stadt einzukaufen. Hiermit war sie noch nichtzu« frieden; und wagte noch einen andern kühnen Streich. bald sie sich der Haushälterin empfohlen , und auf den Nachmittag wieder zu kommen verlmo^ hatte, g>«ng sie noch zu einer bemittelten Bauersfrau, von welcher sie" erfahren hatte, daß sie in des AmkmannSHause einen öfteren und fanen Zutritt habe, und mit der Haushälterin einen genauen Um« nana Unterwelt. Di-ftr sagte si-ebenfalls daß sie des Beamten Brauk Schwester sey, und hieher geschickt worden, zn der Bewirthung der an- bmiucnDtn Gaste Ansta lk zu machen, und jetzo in Vereitschask sep um das «lötkiae,ur Bewirthung der Fremden einzukaufen. Sie hatte von der "nausl ätterinnicht mehr als zwanzig Thaler erhalten können, ohnerachket LAL!m'hrhl-.?habe/daß sie ihr sechs und dreißig Tchaler geben sollte Die Haushälterin halte sich entlchuldigek, daß sich ihr Geld njchr ko Kocb b-si-se, ihr ober jedoch versichert, daß sie von ihrer guten Freundin das übrige erhalten würde. S.° bat also d.e bemittelte Bau« E l m* fedHchn Thaler zu geben: und diese aus Dummheit, oberen der guten Absicht, dem Amtmann ein- Gefälligkeit zu erzeigen

-na 6 Schwachhttt, und gab ihr das verlangte Geld, ohne sich vor« ' h?o bw d-r HauÄt.r'n zu erkundigen, ob sie auch d.e Betrugerm zu ib aeschichr l^b- All-M wie wenig kann man auch von den gemeinen Mauken m er den Menschen diejenige U-berl-gung verlangen, welche klu« mre"um "vorsichtig zu gehen, und sich nicht betrügen zu lassen m ihren Fiandlungen gebrauchen, ehe sie sich wozu entschließen.

Betrügerin nahm einen ganz andern Äaeg, als welchen sie hat« t. En wenn sie sich nach d-r von ihr angegebenen Stadt hat. U L u l'ik nlibn benahm ihre Zuflucht in ein fremdes fürstliches

unv^rwahlte Gi darinnen bttegene Sradk zu ihrem Auffenk.

r M n w w sich l-icht vorstellen , in welche B-siürzung die Haus- Käikerin und die Bauersfrau gerathen feen müssen, als sie durch dar Uns, bleiben Hitler Wltofmn m W s3ef*>wlun 93etwt6p "SS