Ausgabe 
5.12.1769
 
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4i <5 Gr'esilsche wöchetttlich^memnuMe Anzeigen will man es selbst durch Schaden noch nicht lernen, daß die Natur allent­halben gleichförmig handele.

Noch weiter ist nüthig, daß man die junge Brut, welche man er­halten hat, erforderlichen Falles füttere Man hat wmkliche Mittel da­zu , und ich werde sie zu seiner Zeit anzuzeigen nicht unterlassen. Sollte man denken, daß dieß zu kostbar sey, so wird ein achtsamer Wirth; wie er dergleichen allemal zu thun schuldig ist; den Aufwand gegen den Ab­satz und wirthschastlichen Gebrauch berechnen, und wo er diesen überwie­gend findet, jenen vor einen Gewinn achten. . -

Eben so nörhig ist es auch, die Fischbrut zu sparen. geschie­hst auf zweierley Weise: zuerst, wenn man den Nutzen davon mcht z« früh sucht, und sie allzukkein wegfischt. - Die meisten Landwirthe, und vornehmlich Besitzer von Fischereyen, sehen selten ein, daß ein sich über­eilender Geitz die größte Verschwendung wird - Fernerspart man, wenn man einen Unterscheid des Geschlechtes beobachtet, und bey dem Fange, die Weiblein oder Rogner, wieder zurück wirft, und die Männlein oder Milchner^ häufiger verbraucht oder verkauft. Es ist sichtlich, das durch die Eierlein das Geschlecht hauptsächlich fortgepfianzt werde, und auch hier wie bey den meisten zur Nahrung des Menschen bestimmten Thieren, eine viel geringere Anzahl Männlein zu einer grossen Anzahl Weitstem hinreichend sey.

v Der Beschluß folgt künftig.

Ökonomische Anmerkung vom nutzen bet Sonnenrosen.

Man hat die Sonnenrosen wohl bisher zu keinem ander» Endzweck gebrauchet, als denen Gärten dadurch eine Zierde zu geben , und man kann allerdings damit ganze Alleen, fchattigte Lauben und Gänge machen, die biß in den spaten Derbst dauren. Ihre güldenen auch zum Theit weißlichen Blätter, welche ein erhabener Stengel trüget, geben solchen Alleen ein sehr schönes Ansehen. Aber sollte man sie nicht mehr cultiviren, und zum Nutzen anwenden? Ich übergehe jetzo den Nutzen den sie in der Arzeney haben können. Man kann sie vielleicht noch auf andere Weise nutzen. Man hat angemerket, daß die Duner den Samen gerne fressen, und