Ausgabe 
5.12.1769
 
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und sich ganz wohl dabey befinden, auch fett werden. Doch da, wenn sie solchen zu viel, und allein fressen, ihr Fleisch einen vielleicht harzigten oder öligten Geschmack bekommen könnte, so kann man ihnen ohngefehr Die Halste oder nur ein drittheil Gersten, oder auch Schrot vom Türki­schen Korn mit untermengen. Jede Blume bringet, wenn sie ihren ge­hörigen Wachsthum und Zeitigung erlanget, etliche hundert Samen- Körner, die saftig und grösser sind, als Gerstenkörner, undjederStengel bringet wenigstens fünf bis sechs Blumen, folglich viel über tausend Kör­ner. Was für eine reiche Erndte und wohlfeiles Futter? Die Stengel werden wenigstens zwey bis $ Ellen hoch und öfters höher, und wenn sie ihren gehörigen Wachsthum erreichen, ganz holzig, und brennen*, wenn sie x-chc trocken sind, so Helle als Schleusen von Holz. Man kann sich daher solcher.Stengel, die auch in Bündel gebunden werden können, we­nigstens als Reisig oder Wellen, so wie der Weiden Reiser bedienen, und damit einheitzen. Man holzet also im Herbst einen ganzen Wald ab, der . uns aus das gndere Jahr nach vorhergegangenen Pflanzen, weiter wachst.

Der Samen giebt auch ein Oet, so dem Nuß-und Baumöl gleich kommt, und vielleicht zu Sallaten kann gebraucht werden. Und das Bauen sol­cher Sonnenrosen kostet doch nicht viel. Mit dem Samen einer einzigen Blume kann ich .einen greifen Platz bestellen, und hierzu darf man nur ge-^ ringe Erde erwehlen und sie an die Wege und Gänge und ungebauete Oerter pflanzen. Die Erfahrung hat bereits gelehrt, daß man auch würk- lich diese Vortheile von den Sonnenrosen trhakten. Sollte man sie nicht also Häufiger bauen, oder der Erweiterung und Verbesserung dieser Cultur weiter nachdenken?

tEinsunb auspaßirende Vöm 2.5. Nov. bis den zteit Decembr. 176-.

Herr Gsheimderrath von Breydenbach, v. Breidenstein, log. im Posthaus. Herr Cammerrath Gedeck, von St. Goar , log. im Stern.

Herr Regierungsrath von Rabenau, log, im Posthaus.

Lopuliree.

Am 5. Nov. Georg Dieterich Müller , Bürger und Fuhrmann allhier, ,j(Johann Conrad Müllers, Bürgers und Fuhrmanns allhrer, hinter# laffensr ehelicher Sohü und Maria Elisabctha, Philipps DameiBe- ckers, Bürgers Md Hospitalverwalters, eheliche Tochter.