und Nachrichten. *rz
r. Wie vermehrt man den Vorrath seiner Fische recht ansehnlich?
3. Was macht man vor gute Entdeckungen, den Fang seiner vermehrten Flsche gewisser und leichter zu machen.
Der geehrte Leser erlaube mir, vors erste auf diese drey Fragen allgemeinem Antwort zu ertheilen: werde ich finden ,-daß man dieselbe mit Geneigtheit aufnimmt, so werde ichmich, nähere Erörterungen zu geben, bereit finden lassen. Auf die erste Frage gehörig Bescheid zu ertheilen, muß man die Verhinderungen des Eintrages der Fischerey kennen lernen: alsdenn wird ein sorgfältiges Nachsinnen so viel leichter die diensame Mittel dagegen ausfinden.
Die erste Hinderniß ist die, welche den Fang der Fische unmöglich oder wenigstens beschwerlich macht. Dahin gehört zuvörderst der gar zu tiefe Schlamm in den Teichen. Nicht zu erwähnen, daß dieser den Fischen einen widrigen Geschmack giebt; daher oft die verschiedene Arten deS Karvengeschlechtes nicht esbar werden; so verkriecht sich der Fisch in den Moder, das Netz streicht über ihn weg, und tausende bleiben auf dem Grunde, wenn der Fischer das leere Netz aufziehet, oder höchstens einige wenige unbehutsame berücket hat. So bald ein Wirth diese Schädlichkeit einstehet, und vernünftig denkt, wird er Anstatt verfügen, seine Teiche von diesem Unrathe zu entladen, ich kann in der Folge dazu ein Geräth Vorschlägen, dadurch diese vortheilhafte Arbeit, leicht und mit wenigen Kosten, bewerkstelliget werden kann. Eben so mächtig hindert dem Fischfangauch der Rohrwuchs; ich bescheide mich dessen gar gern, daß das Rohr in der Wirthschast sehr brauchbar scy. Ein Rohrdach ist unendlich dauerhafter, als das von Stroh: nicht zu gedenken, das das Stroh alsdann, zum Futter und Dünger, erspart wird: allein ich sehe niemals einen Fischreich oder See mit Zahm anwachsen, wo ich nicht nur die sichere Zuflucht der Fische sehe, dem Garne, des sich vergeblich ermüdenden Fischers, zu entwischen, sondern ich erblicke hier auch die schädliche Schlupfwinkel, des Rechtes, des fräßigen Wafferwolfes. Endlich sehe ich zum voraus das Rohr mehr anwachsen, und den Fischer völlig äusser Stand gesetzt, feine Werkzeuge und Wissenschaft ferner anzubringen. Ich habe eine Rohr- breche ausgedacht, damit man, wenn man die Pferde zur Schwamme reitet, alle Tage vier Fus breit Rohr mit den Wurzeln cmsreuten kann, und ich kann sie, auf Verlangen, naher beschreiben. ”
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