Ausgabe 
31.5.1768
 
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Miesffsche tvöchenttich- MWW Metzen «O Uachrichtcn Zwey und Zwanzigtes Stück. Dienstags den zrden Mav1768.

MitHochfürstL. Hessen-Darmstä-ttscher griädtgsteirErlaubnis.

die übertriebne Kleiderpracht, die an den Misten Orten hmM WT) nicht nur zum Ruin vieler einzelner Familien, sondern auch zum ^zsrderben gantzer Länder gereiche, indem dadurch sihr viel Geld süsser Landes gezogen wird, ist eine so bekannte Sache, daß es unnöthig ist, die selbige zu erweisen. Was Hilst es aber weitläufige Klaglieder da­rüber anzustimmen, wenn man nicht zugleich die Mittel anzeigt, die fähig sind, diesem Uebel zu steuren? Alle Gründe, die ausider Sittenlehre und Haushaltungskunst hergenommen werden , sind bey dem gegenwärtigen Lauf der Welt unzureichend. Man weiß cs nur allzuwohl, daß man sich und die (einige dadurch ins Verderben stürtzet: aber man Lan sich unmög­lich überwinden, anders zu handeln, weil man glaubt, der Stand erfor- bre so und so viel äusserlichen Aufwand, und man müsse sich seinem Stand gemäß tragen, wenn man anders nicht zum Gelachter werden wolle, diese oder-ene, die wohl noch geringer seyen, als wir, gierigen viel prächtiger einher, und was dergleichen Entschuldigungen mehr sind, die man niemals durch blose, noch so vernünftige Vorstellungen aus dem Grunde , heben Md, so lange das böse Cxempel andrer Leute beständigfortdsuret. Man

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