Z5L Giesilsihe wöchmlich^emelttttZtzige AttZetzen
Da ich mich durch verschiedene Ausdrücke in der gedachten Nachricht der braunschweigischen Anzeigen einiger massen beleidiget befinde, indem die Gedanken, die von meiner Absicht gehegt werden , den meinigen gantzlich entgegen sind, so werde ich genöthiget, von meinen chymischen Arbeiten etwas öffentlich mitzutheilen, was ich eigentlich nebst andern chymischeu Versuchen in einem besonder» Buche zum Nutzen der Ökonomie und Künste mitzutheilen beschlossen, wie ich denn solches in demjenigen Buche, welches die Aufschrift Allgemeine Begriffe der Chymie führt, in verschiedenen Anmerkungen versprochen habe. Es schmerzet mich, daß ich etwas von mir soll gesagt wissen, daß meinem gantzen Charakter zuwider ist: man sagt, ich wolle mit gedachter Farbe einen Handel treiben. Man steht in den Gedanken, als^wollte ich ein Product unterschieben, welches nur den äusserlichen schein habe, und nicht das braunschweigische Grün sey. Wohl gut! meine Farbe ist meine Erfindung, sie ist kein braunschweigisches Grün. Ich weis nicht, woraus Oie Erfinder das braunschweigische Grün machen; daS weiß ich aber, daß meine Farbe sich gut hält , und mit vielem Nutzen gebraucht werden kann. Damit aber die Erfinder des braunschweigischen GrüuS sehen, wie sehr sie sich geirrt, so will ich, daß ich kein Arcamst bin, meine Versuche öffentlich mitthilen.
Ich bin ein Chymicus, der die Chymie, als ein Gelehrter, nichtem- virisch, sondern nach Gründen treibt, und der äusser der Ehre der Erfindung mit allen seinen Produkten nicht den mindesten Gewinn erhalten hat. Ich habe, Gott Lob! den Ruf, daß ich , als ein redlicher Mann, die Chymie zum Nutzen meines Vaterlandes treibe, und vielen Personen feie langen Jahren Unterricht hierinne gebe, daß ich nur gar zu wenig eigennützig bin, und meine Erfindungen nicht ffir mich behalte, sondern, leider I allzuzeitig bisweilen mitgeche'itt habe, so^daß das Sprüchwort nicht selten an mir eingetroffen: Ehecego. fecir tulit alrer lionores. Allein ich fange nun an, oder muß nunmchro anfangen , etwas zurückzuhalten, doch nicht wie die Arcanisten, auf immer, sondern nur eine zeitlang, biß ich meine Erfindungen schriftlich abfassen kann. Ich würde also meine Versuche von den grünen Farben noch eine zeitlang für mich behalten haben, weil dieselben nebst andern, wie oben gedacht worden, in einem besondere Buche ans Licht kommen sollten. Da man mich aber öfters gebeten, ja sogar von einer anfehnlichen ökonomischen Gesellschaft mir aufgetragen worden, grüne und andere Farben zm Nutzen der Malerey, Färbekunstu.s.f.
ausfün-


