Ausgabe 
28.6.1768
 
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WWW wöchentlich- gemillnüMe MM « Kachrichttll

Sechs und Zwanzigstes Stück.

Dienstags de» itttn "Junii. >76».

MitHochfürftl. Heff«n- Darmstabtischer gnädigsten Erlaubnis.

M^olgende« Gespräch ist uns von einem Freunde jugeschickt worden.' ßW Es ist wirklich an einem gewissen Orte , wie der Verfasser unten vKlv sagt, gchalten worden; und also blos historische Wahrheit,: und (eine versteckte Moral. Es soll nicht bekehrm r weil es dar» nicht bestirnt, und überhaupt unmöglich ist, unsre sogenannten stark« Geister durch Schriften und Predigten tu bekehren. Die Jungen von dieser Zunft sind r« auS Eitelkeit und Galanterie, die altem sind «S theilS aus Vertweif« tung, und theils aus unbändigem Triebe tur Wollust. Beo den ersten muß sich die Mode ändern, den andern muß man , wie Rabener sagt, Brovt geben, und die dritten müssen ihren Cörper so verdorben haben, daß sie ihn, wie ihre Religion, nun nicht mehr brauchen können. Alsdenn kehren sie von stch selbst wieder zurück und schwerlich eher.

A- Sie freuen sich als» nicht über Voltairs Bekehrung?

D. Ich würde mich freuen, wenn ich die Nachricht davon vor ge« gründet hielte, und wüste wie es damit zugegangen wäre.

A. Warum dieses? Trauen sie denn ihrer Religio« nicht so viel