Ausgabe 
26.4.1768
 
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*34 GieMcye rv-chentlich♦ gem^rnnütztze Anzeigen

te können ergehen laffin- und daß sie daher denselben für diese wohlgr- meynte Erinnerung höchst verbunden seyen. Dann was Heist doch wohl sich auf die Oeconomie legen? Nichts anders, als fdn Vermögen zu seinem und der seinigen Besten anzuwenden wissen. Damit aber dje Vermahnung -eS Herrn Verfassers zur Oeconomie desto eher Eindruck machen möge, (nd ich auch anbei) meine Dienstgeflicssenheit gegen ihr Hoffen an den Tag ge, so will mir hierdurch die Freyheit nehmen kürtzlich zu zeigen , wie ee anzufangen, daß die Oeconomie in Hessen könne gebessert, Manufactuten und Fabriken vermehret und das Commercium exkendiret werden. Dieses ins Merck zu fetzen wird erfordert, daß die hohe Obrigkeit des Landes gnädigst zu verordnen sich gefallen lasse, i) Daß treue und erfahrne Man­ner die gemeine Einkünfte eines jeden Orts im Lande so viel sich thun ließe erhöheten. r) Daß sie die Ausgaben von diesen Einkünften durch Abschaf­fung aller unnöthigen so einschranckten, daß davon ein gewisses Quantum jährlich übrig bleibe und erspahret würde.

Ich weis einen gewifftnOrt im Lande der jährlich pus minus eco st. gemeine Einkünfte hak, und weis auch gar wohl, daß wann sich keine Ca- lamitäten vor ihn ereignen, die nöthige Ausgaben wohl mit der Helfte Und noch weniger können bestritten werden, dennoch hat sich niemals ein krspahrter Vorrath in dieser gemeinen Caffe vorgefunden und wann die Taffe keine Schulden hatte, so glaubte man es seye so mit den Einkünf. Wn gewirtschaftet worden Saß es nicht besser hätte seyn können.

Nun werden zwar die wenigsten Ortschaften des Landes so viel ge­meine Einkünfte haben, als wie ich von dem gewissen Orte gemeldet, al­lein sie mögen seyn wie sie wollen, die Nothwendigkeit einer vernünftigen Oeconomie erfordert daß etwas wo möglich von der Einnahme jährlich er­spahret werde. Wann man das erspahrte von vielen einzeln Oeconomie» zusammen nimmt, so macht es doch ein erhebliches im ganzen! aus. Gesetzt ein ganzes Amt erspahrte nur jährlich 400. st. und derer Aem- ker wären 10 im gantzen Lande, so machte doch eine Summe von 8ooo. st. aus. 1

Wer ein wenig nachdenckt, der wird leicht einsehen, daß das, was Kp vom Gebrauch des gemeinen Vermögens gesagt nemlich 1) daß man die Einkünfte desselben zu vermehren suchen soll, dann r) daß man iaht# bch davon ein gewisses erspahren soll, daß dich beyde Stücke die ersten Haupt-Regeln der Oeconomie adgeden.

Was