Messtsche wöchentlich- gelUlnnüßlge ADW Mö MchrichM Ein und Zwanzigtes Stück.
Dienstags den 24ten ttloy. 176s.
Mit Hochfürstl. Hessen- Darmstädtischer gnädigsten Erlaubnis»
Mein Herr!
erzeigen mir zu viel Ehre, wenn Sre mir meine Mepnung lnM- ficht auf verschndne gelehrte Streitigkeiten abfordern. Was wol- len Sie damit machen? Mein Ansehn in der gelehrten Welt ist viel zu gering, als daß mein Ausspruch den geringsten Ausschlag geben könnte. Und wird nicht die Wahrheit eines Satzes von den meisten nach dem Ansehn desjenigen der ihn vorbringt, beurtheilt? Doch Sie sind mein Freund, und haben also insofern das Recht, meine geringe Mey- nung zu verlangen.
Hier haben Sie also zuerst meine Gedanken von dem ersten Grundsatz des Rechts der Natur und aller moralischen Wissenschaften überhaupt. Die verschiednen Meynungen, davon sich freylich viele vereinigen lassen, viele aber einander sehr entgegen laufen, sind ihnen zu bekannt, als daß ich Sie hieran errinnern dürste. Ich will also nur von der Sache überhaupt reyen.
Ich glaube daß man sich noch nicht deutlich genug über den Sinn der Worte erklärt hat. Verstehet man durch den ersten Grundsatz das erste und vornehmste Gesetz der Natur, aus welchem alle andre hergeleitet
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