rmd Nachrichtett. -
Bafd soll man die sem, baldzemm ftineunterthänige^dckgchorsaMe Assf- rnrtung machen und ihn von unsrer tiffstm Ehrfurcht mitZittern und Beben versichern. Q meine Herren! wie viel Zeit geht uns verlohren, die wir alle anwenden könnten, um besser und weiser, um gesitttter nutz klebenö- würdiger zu werden, und die wahre Absicht unftrs Lebens auf eine würdige. undunfehlbare Art zu erreichen. * Wi /.i • c '•
Ich darf niich nicht wundern, daß es noch -'Leute Mt, die sebrv4- schwenoerisch mit den wenigen Stunden-ihres Gebens' umgchen?^Jch bin selbst ehedem sehr verschwenderisch damit umgeg'ängen; und vielleW würtze sch m'e an die Ursache meiner 'strafbaren Gleichgültigkeit in diesem Stücke gedacht haben, wenn nicht Sdrreca mir dieselbe gesagt- hätte. Ihr wdt, sagt er, als wenn ihr versichert wä et, daß ihr nie zu leben aufhören sollet. Niemals fallt euch eure Nichtigkeit und Zerbrechlichkeit ein. Ihr bemerkt es niemals, rbie viel Zeit euch verfließt, gleich als wenn ihr sie aun einem Brunnen schöpftet. Ihr bedenkt nicht, daß der heutige Tag, des ihr vielleicht zu einem sehr elenden Zeitvertreib anwendet, der letzte eures Lebens seyn kann. Alles was ihr habt, besitzt ihr als sterbliche Menschen, und dennoch strebt ihr nach allem, als wenn ihr es ewig besitzen solltet. - Der eine will erst ini fünfzigsten, der andre erst ich 'sechzigsten Jahre ge scheidt werden. Man scheuet sich nicht, die wenigsten Augenblicke seines Lebens für sich selbst anzuwenden und bildet sich ein, man könnte alsdann noch anfangen zu leben, wenn man zu leben aufhören soll. Welch eine narrische Einbildung! Wel-cl) eine unbeschreibliche BlindheitLernt lebens so lang ihr lebt! Lernt sterben-so lang- ihr lebt! Das ist die Pflicht der Sterblichen! Das ist das wichtigste Geschäfte-, das die Sterblichen zu besorgen haben! Jeden Augenblick müssen wir benutzen! Jeden Tag müssen wir als ein ganzes Leben betrachten 1 Jeden Tag müssen wir auch so einzmichken suchen.
Doch wenn würde ich strtig'iberden, wenn sch alle die schönen Gedanken auszeichnen wollte, wodurch uns dieser vortreflrche S-tte'nlehrerzuH weisen Anwendung unsrer kurzen LebsnMt Mfwüntert. Ich will Sie, Meine Herren , nur ersuchen, ihre Leser recht pft mit dieser wichtigen Materie in ihren Blättern zu unterhalten,-und sie zur ffeisigen Lectüre dieses schönen und gedanck. »reichen Schriftstellers zu ermahnen. Unterrichten Sie btzsondtts die jungen Leute über diesen Punkt, daß sie sich gewöhnen) spar; samere Qrconomen mit ihrer Zeit-zü werden. ^Sagen Sie deM jungen,- Cleon, daß er die Stunden, die er bey unnützen ZeitperkrWM
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