Ausgabe 
22.3.1768
 
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9» M-ststhe wöchentlich» grmekttnSgige 2lustigen

die Reiser abjudrHen, als abzuschneiden, dabo« hm ich den Grund einzus-hen nicht ttn Stande; vielmehr halte ich das Ab» lchEmm'-einem scharfen Messer für vorkheilhafter, weil die Zweige hurchsAbbrechen ^crfphttcrt werden, daher sie hernach nicht gut verwach» [<n- übrigen Regeln übergehe ich, weil das Abergläubische derselben bey den jetzigen aufgeklarten Zeiten einem jeden hoffentlich in die Auaen Achten wird. Wer Pfropfreiser -iusammlen will, ha-dalstn u sL" die von guten tragbaren Arten sind, erwähle D nn nicht alle Obstbaume tragen gute, und e« isi dießfalls ein grosser Unterwied Da es nun eben nicht mehr Arbeit verursachet, eine gute Art zu pfropfen» als eme schlechte: so handelt man ja klüger, wenn Lai, solche-KN hon denen man weiS, dasi sie gut sind. Wenn sie zur gewöhnlichen Zeit abgeschmkten sind: so verwahre man sie bis zur Pfropfzeit Das ges«ie- het am besten, wenn man sie einzeln in die Erde schlägt; legt man fie bün» Miwife em: so pflegen die in der Mitte gebundene leicht zu vertrocknen. Sollt« man genökhiget seyn, sie im Herbste zu sammlen; so können sie gar kull '»'l-n G-wachshaus- oder in einem Keller, in die Erde gesteckt, und d^ M der Zeit, da man sie brauchet, verwahret werden. Ich habe es auf diese Art sehr oft versuchet und gut befunden. Wenn man Pfrovsreiier pon weiten-Orten herbey kommen läffet, die lange unkerweges, und nicht wohl emgepackk gewesen, werden sie trocken; man kann ihnen aber he,fm wenn sie einen Tag m frisches Wasser -ing-weicht, und hernach -- Z it lang in die frische Erde über und über -ingegrab-n werden, da si- denn wieder auffchwellen und frischen Sait bekommen. Man ha sich auch wobt vorzuseh-n, daß, wenn man Pfropfreiser von fremden Orten vrfch Mr man mchk bint-rgang-n werde; wovon ich auch Erfahrung habe, gcbh fi lid) will ich hier noch der Erfindung in des oben belobten Hrn. A mt sthr nützlichem Buch^: der Haushälter, Seite .44. gedenken, die das Subhren nennet. Sobald er die Reiser im Merz abgeschnikten hat, steckt er solche sogleich neben die zu pfropfenden wilden Stämme in die Erde Kommt nun die Pfropfzeit herbei) - so schneidet er den wilden Stamm , wie gewöhnlich, ab, fpastet ihn, schneidet das dabey steckende Pfrovswi« em, und verbindet es. Wenn es nun angewachsen ist- so schneidet man in künftigem Fruhiahre Pas Unterste mit einem scharfen Messer ab. °fch ha­be di-s-S nachgemacht, und für sehr gut befunden.