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Vaterland nicht verlassen würde, fo bittet er sie doch um Beständigkeit m ihrer Liebe, uud versichert sie seiner ewigen Treue. AusFurcht, uian-moch- te ihr heimliches Liebesverständnis errathen, getraucte sich Elisabeth nicht, ly- ren Eltern etwas von Philipps Aufenthalt und Glücke zu sagen, uberdieses hatte es auch ihr Geliebter ausdrücklich in fernem Briefe verboten. Sie antwortete ihm wieder, und so oft es die weite Entfernung zuließ, unterliessen sie nicht, in Briefen ihre zärtliche Liebefortzusetzen. PHÜlppswmde täglich reicher, und sein Vater täglich ärmer. Nachdem nicht nur Frau willbv vielt JMr hindurch eine rolle Wirchschaft geführt, sondern Herr Robert auch durch besonderes Unglück sein Vermögen verlohr, so wachte er einen Banquerout, und fieng in einem Gast -Hause eine Witthschaft an, wobey er noch mehr verlohr, als gewann. .Er gmeth endlich m solche Schulden, daß ihm seine Gläubiger vroheten, ihn m Verhaft nehmen zu lassen. Er war nun in der äussersten Verlegenheit, und glaubte, daß dieses die Straft des Himmels für die Heftigkeit gegen seinen Sohn wäre, den er nun ost zurück wünschte; Er machte ferner Frau alle Vorwurfe, ob er sie aleich immer noch liebte. Diesen traurigen Zustand feiner Eltern schrieb Elisabeth ihrem Philipps; und er, den nichts von lemem'Vorsätze abbringen konnte, läßt sich dadurch bewegen, wieder nach Haus zu kommen; indem er feinem Vater wieder aufzuhelftn und auch vielleicht seine Elisabeth desto eher zu erhalten gedachte. Er schrieb ihr, daß Er komme,' bestimmt ihr den Tag seiner Ankunft , bittet sie aber immer noch alles geheim zu halten. Endlich kommt Phrbpps an einem Abend wirklich an, nachdem er 6. Jahre weg gewesen war. Er mmmt seine Wohnung als ein fremder Reisende in seines Vaters Wirthshause, wo er sich diesen Abend niemanden äusser seiner Geliebten, entdeckt, um den andern Tag eine desto gröftre Freude zu haben. Er schieiieben zu rechter Zeit gekommen zu seyn, denn den andern Tag sollte fein Vater und jeme SOJutter Schulden wegen in Verhaft genommen werden. Sem Vam ist diesen Mend in der äussersten B-trübniß und ruft tamendma! seinem Sohöe, dM er doch so nahe hat. Frau wiuby ist in der schrecklichsten Verzweifiung , lveil morgen ihre Ehre sosehr soll beleidigt, und ihre Eitelkeit gecemuthigt werden Elisäbeeh tröstet sie beyde mit Gottes naher Hulse, und ist H Trost7s !ben so gcwis, als verzweifelt ihre Mutter ist- Nun bricht -er Tag an, den Robert und Frau willb? für so schrecklich und Elisabeth für so glückselig hielt. Als Elisabeth mit gröstem Entzücken m iTÄ tritt, um Ihnmdie erfreulichste Nachricht pon der Welt zubnn-


