Ausgabe 
19.7.1768
 
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«J4 Gkssische wöchentlich, gemeinnützige Anzeigen

Eltern nichts rechts davon erfahren hätten, ob sie gleich einigen Arawolm auf mich mochten gehabt haben. Aus diesem Grunde hätten sie mich tut H-yrath wider meinen Willen gezwungen, und nun wären si erst Hintw meine «Streiche gekommen, und eingesehen, was sie fmU'Mlückänmir hätten erleben können, da ich mit ihm habe d»r<ha-hn wollen Meine Mutter bitte mich itzt noch in ihren Briefen um Sott« wrUen,' tnit diesem ^tnschen nichts mehr zu khun zu haben, und mir vorzustet-- len/ was em solches Verfahren für Folgen haben könnte, da ich gegen, markig verheyrathet wäre; zumalda mein Geliebter -in solcher Mensch feve, ^n sie doch Niemals für ihren Schwiegersohn würde erkannt haben. Sollte man wohl denken, daß ein« geschäftige Verläurndung so geschickt Ware, aus nichts etwas, und noch dazu etwas so erschreckliches m mnei^n wie dieses Gewebe von Bosheit? Die offenbar! galK btor Ä krankt nuch deswegen so sehr, weil ich selbst wider meiner Eltern 2» meinen Mann geheyrathet, und meine Eltern und Freunde, die mich o sihr siebten, und meine Vergnügungen verlassen habe, um im beständig n Verdrusse unter Leuten zu leben, die mich hassen , und mir das Leben auf alle mögliche Art sauer zu machen suchen. - Stellen Sie sich meine er. schreckliche (Situation vor. - 1 7

sO! !"->n Herr, ich könnte Ihnen noch vieles von der Art erzählen, wenn ich Nicht schon zuviel gftchriebe» hätte. Sie haben mich mit einem Freunde meines Mannes in Verdacht, mit dem sie mich allein «£ batten, t>a i» eben weinte und heftig mit ihm sprach - mit dem tugendhU testen Manne von der Welt, dem ich allen, mein Unglück klagen darf" - Wenn ich von Hause em etwas kostbares Geschenk bekomme, das ihren Neid zu erregen nn Staude ist, (und dazu braucht es nur eine schlechte Spitze zu seyn) so ist es niemals von derjenigen Person , von der ich es wirklich empfangen habe, sondern ein Present von einem jungen Herrn aus mein« nlten Bekanntschaft. - Die frömmsten und besten Bücher, die ich lese, sind schmutzige Aoinanen und Liebesbücher, wie si-vorgeb-n W

Sehen Sie , das sind die traurigen Umstände, worinn ich mich bestn- de! Ich gehe »i k-ine Gesellschaften, weil ich überall zu s-hr ausgeschrien bin, und weiljebettritt ,den ich thue, meinen Verläumdern Gelegenheit zu neuen Erzählungen giebt. Und im Hause gehe ich nicht von mein t @tubc, well mir alles kaltsinnig oder gar verächtlich begegnet. Meinen Eltern und Freuncen mein Unglück zu klagen , besitze ich zu viel Stole oder Eigensinn, weil sie mir alle abgerakhen haben. Mein Mann könnw mein