Ausgabe 
19.1.1768
 
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r r, Giessische wSchentlrch gemerrmützige Anzetzm

waschen, oder doch wieder getrocknet seyn muß, und schneide solches auch klein, man kan auch z oder 4 Rosinen, welche die Blaue noch an sich ha­ben, darzu nehmen, und eben fv damit verfahren; dieses wird zu dem Kniefett in die Pfanne geschüttet, und stets mit einem Hölzgen umgerüh- ret, auch so lange auf Kohlen gehalten, bis es beginnet grün zu werden. Wenn eS abgenommen ist, drückt man durch ein reines Tuch, die daraus kommende Salbe in eine Taffe oder anderes kleines Geschirr. Mit dieser Salbe wird vermittelst der Finger die beschädigte Warze öfters bestrichen, wobey aber das Kind oft an die beschädigte Brust geleget werden muß, Ob solches nun gleich der Säugenden viele Schmerzen verursachet, so be­kämt doch das Kind nicht den mindesten Schaden davon. So oft dassel­be gesogen hat, lege man ein Läpchen mit dieser Salbe bestrichen auf die verwundete Stelle, und man wird nach 4 oder 5 Tagen merkliche Besse­rung spüren. Die Besorgniß, die man hierbey haben möchte, als ob oaS Anlegen des Kindes die Heilung verhindern würde, ist ungegründer, weil die Erfahrung mir mehr als einmal das Gegentheil davon bewiesen hat.

Emzelrie Gedanken.

Das Spielen um Geld kan unter gewissen Bedingungen erlaubt seyn. Die spielende müssen Freunde seyn, und das Spiel muß für der Spieler Stand und Vermögen nicht zu hoch angestellt werden. Alsdann ist es als ein Ceremoniel anzuschen, das uns Kosten verursacht; man kan mit gutem Gewissen gewinnen. Machrn wir nicht unfern Freunden, wenn wir sie besuchen, noch andere Unkosten, die auch das Ceremoniel befiehlt?

Auf was gründet sich der so gewöhnliche Ahnenstolz ? Daß man aus einem sehr alten Geschlechte gebohren ist? - Sind nicht alle Geschlechter von einerley altem Ursprünge ? Haben sie nicht alle einen Stammvater ge­habt? - Aber ich bin aus einem alten Geschlechte, worinn lauter gute Edekleute waren - Steigen Sie recht hoch in ihrem Stammbaum hinauf, so werden Sie immer noch einen Mann finden, der das Unglück gehabt hat, auf feine adeliche Vorfahren stolz seyn zu können - Und Sie halten sichs für keine Schande, von einem solchen Elenden entsprossen zu seyn?

Von nichts als von vornehmen Leuten sprechen, ist eben so wohl eine Pedanterie, als beständig von gelehrten Sachen reden. Man wird der

- < ' ' > - . Erzeh-