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anfassen. Sotten auch jemanden unfers Geschlechts die Warzen der Brü­ste noch vor ihrer Entbindung schmerzhaft und wund oder doch gleichsam wund geworden seyn: so wird ein gleicher Gebrauch des Mandelöls und Zuckers ihr alle, zu verlangende Dienste thum

r Man nehme 2 Muscarennüsse, schneide oder bohre sie rund aus , nachdem die Warzen der Säugamme gros oder klein sind. Hierein giesse man reinen Kornbrandtwein, decke sie sodann aus die Warzen, und lasse sie Tag und Nacht so liegen. Nur ist hiebey noch zu merken, daß solches 4 bis 6 Wochen vorher geschehen muß, ehe eine Mutter niederkömt, und daß alle Tage 3 bis 4 mal diese Nüsse mit Brandtewein inwendig wieder angefeuchtet werden müssen. Durch dieses bewahrte Mittel, können be- besonders solche Personen, welche zum erstenmal niederkommen und gemei­niglich am mehrsten mit dem Durchsaugen der Brüste geplaget werden, sich am besten und leichtesten verwahren, weil dadurch nicht allein die War­zen sehr hervor gezogen, sondern auch sehr hart * und zähe werden.

) Für bereits durchgesogene Brüste ist dieses nicht gar kostbare Mit­tel zu gebrauchen: Man nehme ein Weinglas voll guten Wein, giesse sol­chen in einen Topf, oder Chocoladentaffe, binde sie mit Papier fest zu, und setze sie in eine Bratröhre des Stubenofens. Nach 18. bis 24 Stunden bleibt von dem Wein nichts, als ein Fingerhut voll Salbeübrig. Wenn die Hitze stark ist, muß man bisweilen nach dem Wein sehen, daß er nicht austrockne.' Man bestreiche damit den durchgesogenen Ort, so oft das Kind gesogen , worauf das Uebel in kurzer Zeit geheilet wird.

4 Die eigene Erfahrung hat mir folgendes als bewahrt gezeigt: Man zerschneide das Kniefett von einem Ochsen, welches sich zwischen den Gelenken der Beine aufhält, in kleine Würfel, und lasse es in einem Tiegel oder Pfännlein über einem gelinden Feuer, bey einem beständigen umrühren zerschmelzen, doch so, daß es nicht braun werde, weil es sonst schmerzet, wenn man es auf die beschä­digte Warze bringet. Nachdem es zerschmolzen ist, nehme man ohn- gefehr eine Handvoll Nelken, (millefolium) welches, aber nicht ge-

C 3 wasche»

* Wir haben zwar das angepriefene Mittel so wenig in der Erfahrung von guter^ als schlechter Würkunggesehen, wir vermuthen aber mehrdas letztre, und be­fürchten, dasi die Warzen gar zu hart dadurch werden, oder sich vielleicht, die Oefnungen der Milchgefasse verengern, und nachher sich bey starkem Zuflüsse der Milch, sogar in der Brust Knoten erzeugen können, Es würde also des Hrn. V.AfahMNMeilssl darüber zn vernehmen seyn. Anmerk. eines Arztes.