Ausgabe 
18.10.1768
 
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seyn, Wieste will; besonders aber tragt er sehr häufig, wenn er alt ist. Das einzige, welches zu-verhindern im Stande ist, daß er nicht sy gar viele Früchte trägt, ist em großer und beständig anhaltender Regen , zu der Zeit, da er in der Blüthe steht. Denn dadurch wird der Saamenstaub von der Blüthe , ehe sich solche begangen,.abgespü!et, und der Baum trägt hernach ebendeswegen Schoten ohne Saamem Doch vieles ge- schiehet niemals allen Blumen des Baums, sondern nur an denjenigen, die ftey und gerade aufwärts gegen den Regen stehen; die aber unter den Blättern sitzen und niederhängen, wie die mehresten, diejelbm bleiben gut, Und tragen auch jn.schlechten Jahren volle Schoten, so, daß dieser Baum alle Jahre Früchte trägt, und die mehresten Jahre häufig. Die Frucht oder der Grame hat die Gestalt derSoargelerble, und man kann diesen Saamev mit Recht Erbsen nennen. Diese Erbsen nun , sind eine gute und nahrhafte Speise für Menschen und Äich. Der Baum liebt, wie oben bereits erwähnte ein sandiges und lockeres Erdreich. Er wächstzwar mich auf leiNWtem und schwerem Boden, wenn nur die, Gegend trocken ist, wiewohl nichtj so leicht und geschwinde. Auf nassen und morastlgm Gegenden wächst er gar nicht; es sey denn , daß man lolche Gegenden durch Ableitung deS Wassers trocken mache, und den zähen und bmdeu- den Leimen mit Saud und guter Erde vermische. Und auf solche Au kann dieser Baum in allen Gegenden gepflanzt und gezogen werden. Die Er­ziehung oder Andauung dieses so schönen als nützlichen Baums gelchiehet auf folgende Art r Man sammlet den Saamen mit dem Ausgang des Au- WMH Und zwar wenn die Erbsen noch in dett Schoten sind, und noch 'nicht ausfallelr. Syenit wartet man, bis die Schoten ausipringen , und die Erbsen ausfallen; so sind solche Mir mehrerer Mühe zu fammlen, be­sonders, wenn solche Bäume im Grase stehen. In den wärmern Gegen­den. Rußlands aber wird es früher.geschehen Müssen. Diese Schoren rnus- fen alsdenn getrocknet, undMnMeses geschehen, wie andre Hülsenftüchte ausgeproschen werden; alsdeün werden sie von den Schalen gemmget, und dis zum Frühjahre, wie andere Erbsen, verwahret. Im Frühjahre wäh­let man em Stück Land auf einer trockenen Gegend; das jandarkige, nut etwas Erde vermengt, ist, wie vorhin gedacht, das beste. Ein schwarzer lockerer Boden ist auch gut; zäher Leimen aber muß gut durchgearbeitetund -ihit Sande gcmischet werden , falls kein sandiger Grund'm der Gegend ist. Dieß dazu gewählte Land wird im Frühjahr- medio höchstens ulrimö lApriliS ) sobald nur pst Frost solches erlaubet, umgegraben, und in Bes- . ki,;.,» " ' .a i .. ttn