Messtsche wöchentlich- WMWe UlWigev Wb Kchrichicil
Dienstags dm i?ten May. 176s.
MitHochfürstl. Hessen-Darmstädtischer gnädigsten Erlaubnis»
Beschluß von
Belftgors Heyrarh.
^^^em ohnerachtet sprach er sich wieder Muth ein, oder stellte sich we- ÖC/ m'gstens so an. Erließ die beseffne Prinzeßin herbeykümmen, nq- herte sich ihrem Ohre, und nachdem er dem Dom Roderich ge- ftgt hatte, daß er sein unterthänigster Diener wäre, so vergaß er nicht, das Andenken des guten Dienstes, den er ihm vor diesem geleistet hatte, bey ihm zu erneuern, indem er ihn aus den Klauen der Gerechtigkeit errettet habe; er fügte hinzu, wenn er ihn in der äussersten Gefahr, worin« er sich gegenwärtig befände, verließe, so würde alle Welt von seiner Undankbarkeit reden. Roderich der nicht länger gedultig war, als er eS aus Noch seyn mußte, fuhr ungestüm auf, schwur, fluchte, tobte, war für vier Teufel rasend, und sagte ihm tausend Grobheiten und Schmähungen; man konnte aber von allem nichts, als diese letzten Worte deutlich vernehmen: was niederträchtiger Verräther, du hast noch die Frechheit, vor mir zu erscheinen? Bildest du dir etwas ein, dich einmal rühmen zu können, daß du dich durch dieses Mittel zu einem reichen Manne gemacht
U habest?


