(Sieflififee zpöchemlW- genwmttätzl^e Anzeige» than hat. Die Ländm die Städte,, ja die Hauftr^wo gelesen wird, sind , merklich von den übrigen unterschieden, wo das nicht geschieht.
CS sev mir erlaubt zu, sagen, waS ich Wichtig angemerkt habe, daß die Leetüre unsrer guten Schriftsteller in hiesigen Gegenden noch nicht so Meinem flb wie.man es billig itzo erwarten jollte.
DjeDorurtheile, diemoch viele Eltern in diesem Stücke haben, sind hyhl die vöryehmsten Ursachen davon. Viele unket diesen halten das Lesen auKrcher Bibel für unerlaubt, und alle andre Bücher für weltliche und also gottlose Bücher., Sie-haben sie niemals selbst gelesen , sonst würden sie dieselben lieben , -ÜS eben dem Grunde, aus dem sie sie vorher verwor« fen haben, uMwelchtt in sich gut ist. Sollten siervjffeU, oder sich von einem tugendhaften Manne, dem sie hierinne trauen dürfen, sagen lassen, daß diese Bacher , Tugend und Religion unter den Menschen zu befördern zur Absicht-Hätten, oder wenigstens uns ein Vergnügen verschaften, daö mit beyden recht gut bestehen könnte , uns im Umgänge angenehmer und gesitteter, ohne dWwegewtasterhafttr-zirmachten , so würden siegewißnicht langer apstehn, ^'hren Kindern eine Sache zu. erlauben , von der man sich so viel gutes zu Versprechen hat. --------
Andre halten es für einen Zeitverderb, und glauben, daß man feine ^tühben ttiit etwas besserem, öls das Lesen ist , zubringen könnte. Al- M diese frage ich , ob sie dmn ihren Kindern, gar keine müßrge Stunden AlaWM welches sehr-ünNrnünftig,' lund auch unwahrscheinlich wäre. M dieD müßigen Stunden müssen sie nun, wenn.'sie nicht lesen sollen, Awas beffers verrichten können ; (obgleich auch nur ein Nebengeschafte, weil es Müßige Stunden sind, worinnen sie .sich erholen sollen.) So sehr ich aber daran zweifle, so sehr muß ich ihnen bte Lectüre empfehlen, als die rvrtheilhafteste Art, sich zu unterhalten. Und wenn es nun kein blosesNe- hengeschäste wäre- wie wenn es bey vielen Kindern eine Hauptbeschasti- gung feyn ioüts? Kann man sich nicht hundert eitlen oder nichtswürdigen ÄMgeN entzichen, mn jene Meiben? Oder giebt eS Häuser, wo matt dort, solchen Zeitverderbungen nichts weiß?
'-Diese Und hundert dergleichen lächerliche Vorurtheile vieler Eltern sind Schuld» daß hr>Lectüre noch so was seltnes, besonders unter den Frau- WzimmerN H, in deren Erstehung die Lettüre gegenwärtig ein Haupt- puflkt sehn so wie Küsrattch in guten lHäusermnMo man die alten Vorurtheile abgelegt hat, wirklich sst.' Vielleicht werden wir künftig mehr von Mr Stiche reden, dre durch ihre Folgen gewiß wichtig genug ist.
Da


