Ausgabe 
15.3.1768
 
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und Nachrichten. 91

gewechselt wird. Beyläufig merke ich an: daß letztgedachte Salbe auch ge­gen ausgeschlagene Lippen gute Dienste thut.

z) Man benetzt ober nur blos die schadhafte Warze mit Brant- wein, bestreichet ein Stück Linnen, wie eine stacke Hand gros, mit rei­nem Schaftalg, drücket in dessen Mitte mit dem Finger eine Vertiefung, diese bestreuet man mit sehr fein gestossenem Zucker und appticiret sie auf der Warze.

4) Alte Butter und Krumen von grobem Brodte werden mit ein­ander gebraten, hernach Zucker dazwischen gestreuet, durchgerühret, und durch Linnen gepresset.

Daß die vorgeschlagenen Mittel dem Kinde unschädlich sind , sichet man leicht. Daß selbige von bewährtem Nutzen sind, ist bereits versichert worden. Man hat aber mehr denn eines auch darum herietzen wollen, weil das eine bey dieser, das andere bey jener Paticntinn mehreren und geschwin- dern Nutzm schaffet.

Da^ übrigens Gedult zur Kur vonnöthen sey und man über dem Gebrauche eines dieser Mittel nicht sofort nach etlichen Stunden ermüden müsse, verstehet sich leicht von selbst. Doch wie kann man Ungedult bey einer Person argwöhnen, die als eine wahre Mutter, ihre Leibesfrucht selber zu stillen im Stande und entschlossen ist? P.S.ZD.

4 Zusatz zu deu obigen Mitteln:

Wir fügen diesem Mittel eine ähnliches bey das unö von einem Art» neyverständigen ist mitgetheilt worden,

Rec. Gumm. arab. drachm. ij.

F. cum Aqu. Lil. alb. q. f. mucilago. add.

01. Lil. alb. rec. unc. fern.

Ovor. recent. dracbm. j.

M. F. Linimemnm. S. auf Charpie ZU appliciren.

Die Erfahrung scheinet den Nutzen des Brantweins nach dem Bericht ei­niger unsrer Correspondenten zu bestätigen, und wir wollen daher nicht so sehr davon abrathen, obgleich doch mehr Vorsicht dabey nöthig ist, al< bey den - jetzt angegebenen Mitteln, welche nichts enthalten, das schädlich seyn tönte.

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Zur ersten Claffe der ersten Hochfurstlich Hessen Homburgischen privi-

legirten Lotterie, von -61400. ß. Holländischen Capital, enthaltend das

Zehen-