Ausgabe 
13.9.1768
 
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r-Z GiessisMe wöchentlich - gememnötzige Anzeige»

Sachen einen Theil ihrer Kräfte verlieren; und wer kein Bier vertrage» kann, bekömmt von der Ueberladung in hochbraunem Biere, eben so leicht Kppfwehe als im lichtbraunen. Wenn sich ein Malz auf der Mühle gut schroten, und zu Auflösung seiner Kräfte bequemer werden soll, so muß eS zuvor angefeuchtet werdm, doch nrcht stark. Ein Malz, das einige Zeit auf dem Boden, gelegen, kann auf den Scheffel mit einer halben Wasser- kanne naß genug werden, das Ansprengen muß aber 24 bis 30 Stunden tuvor geschehen, ehe es zur Mühle kommt: es muß auch nach dem Spren- M dann und wann umgestochen werden, damit sichs durchziehe, und je- hes Körnchen fern Weil von der Feuchtigkeit erhalte. Beym Schroten kann das Malz immerhin grob von der Mühle kommen, wenn nur kein Körnchen ganz bleibt, hoch oder niedrig kann der Brauer die Mühle mit leichter Mühe stellen. Das Elnschütten deö geschrotenen Malzes geschieht jy Böhmen, in großen Brauereyen, gleich in das sodheisse Wasser, ohne selbiges verrauchen zu lassen, und da solches hiesigen Orts auch geschiehet, sd halte davor, es laßt sich aller Otten thun; der Vortheil davon ist, man ersparet Klafter Holz, und wird auch ein paar Stunden eher fertig. Beym Sieden des Meesches muß ein Brauer aus der Erfahrung wissen, wie lange es nöthig, daß das Malz rein ausgekochet werde. Viere, die eine geraume Zeit liegen sollen, müssen nothwendig einen reichlichen Hop­fen bekommen, und dieser muß so lange kochen bis seine Bitterkeit lieblich wird; kommt aber das Bier gleich nach dem Abgahrenzum Ausschroten, so Fan man im Hopfen einen guten Theil menagiren; und da folglich nicht so viel Kochens nöthig ist, so hat man wieder eine kleine Ersparniß im Holze gemacht. ES Wird zwar im letztern Falle, der Hopfen einen etwas rohen Geschmack be­halten, wenn aber zum Gebräude ein gutes, reines und nicht brandigteS Malz genommen worden, so wird die widerwärtige Bitterkeit des Hopfens, durch die Lieblichkeit des Malzes tempmrek. Ueberhaupt kann ein Brau, er, der genügsame Erfahrung hat, dem Vrauherrn in vielen Stücken, besonders im Holze, große Ersparniß machen , worzu die Geschwindigkeit vieles beyträget. Man hat Brauer, die z6 bis 40 Stunden dey conti* mnrlicher Feuerung mit einem Gebräude zubringen, man hat aber auch Leute, die in 20 bis 24 Stunden eben dasselbe bewerkstelligen. Beym Ab- gGrey muß der Brauer hauptsächlich darauf sehen , daß das Bier Helle werde;, verstehet er die Gahrung, so wird ers leicht dahin bringen, wenn NB. das Malz gut gewachsen gewesen. Hat sich aber unfern; Malze viel uygewachsene Gerste befunden, so wird er mit aller Kunst kein klar Bier Wchen^weil die Mehltheilchen g«$ Der Gerste das Bier immer trübe erhal­ten.