Ausgabe 
11.10.1768
 
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merkliches Fieber offenbaren, wie auch verschleimten Lungen u. derA.vor­zügliche Dienste khun, nur kommt es auf eine gute Wahl der Wanze» Sie mir zu den Krauter Wen gebrauchen wollen, selbst an. Für die Krank­heiten des Unterleibes schicken sich fürtrcflich Hindlauften oder Cichorien, Löwenzahn oder Kuhblume, Fieberklee, Wermuth, Schafgarbe. Ge«^ meiniglich werden in Den Krankheiten der Säfte die Brunnen-oder Gar- tenkreffe, Löffelkraut, in Brustbeschwerden Gundermann, Gänseblümchen, Ehrenpreis, auch Schafgarbe gelobet, von welchen man nach den ver­schiedenen Absichten zwey oder drey Pflanzen nehmen kann.

Die Art und Weise den Saft aus den Pflanzen zu erhalten ist # einfach, als die Pflanzen bekannt find , welche dazu genommen werben. Man nimmt von dresen eine gehörige Menge, die aber den Tag zuvor frisch gesammlet seyn müssen, welche, nachdem sie sauber abgewaschen find, wie Kohl zerschnitten, und etwas gequetscht, durch ein reines starkes Tuch gedrückt werden, den durchgedrungenen Saft fangt man m einem reinen Gefäße auf. Die Krauter müssen an und vor sich selbst nicht zu jung, und auch nicht zu alt seyn, im ersten Falle wird der Saft zuwäffe- richt, und folglich weniger kräftig; sind sie aber zu alt, und in Stengel aufgeschossen, so sind sie weniger saftreich. Alle Morgen , wenn er ge­trunken werden soll, bereitet man den Saft frisch, damit er sich nicht scheide.

Man thut wohl, wenn man sich zu dieser Cur mit gelinde abfüh­renden Mitteln vorbereitet, welche man am besten einige Zeit vorher einen c^ag um den andern in kleinen Portionen einnehmen kann. Sind Zei­chen eines unreinen Magens vorhanden, welches vorzüglich an einer unrei­nen Zunge, verdorbenen Appetite, Ueblichkeit und Ekel, auch wohl att Brechen und vorhergegangenen Kopfschmerzen entdeckt wird, so schadet hi* vesweges ein gelindes Brechmittel, ehe man den Anfang mit Der Cur fclbfl macht, so wie es auch während der Cur nach Befinden der Umstande zuträglich, ja nokhwendig seyn kann, auch wird eine Aderlaß bey Voll­blütigen ungemein zuträglich seyn.

Nach einer solchen Vorbereitung fängt man die Cm selbst an, und zwar am besten so, daß man im Anfang wenig nimmt, und die folgen* den Tige mit der Dosis ^steigt. Im Anfang wird einehalbe Taffe voll außgepreßter Saft hinreichend schn, welche Portion in der Folge auf eine, anderthalb, ja zwey mittelmäßige Taffen vermehrt werden kann. Man thut nicht unrecht, wenn man zuletzt die Dosis eben jd wieder vermindert, wie man gestiegen ist. Nach, genommenen Kräutersästen trinkt man folglich

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