f< *1 ° Giestrsch^w§chentlich - gemeinnützige Anzeigen J V M 1 4 | 1
erretten suchte, und versprach ihm deswegen, eS zu thun. Er verbarg ihn unter einen Misthaufen, der vor seiner Thüre lag, und deckte ihn überdieseS noch mit einer Menge Rohrblatter und anderer Sachen von dieser Art zu, die er zum Brennen zusammengetragen hatte.. Kaum hatte er den Roderich " versteckt K Äs schon seine Verfolger ankamrn. So sehr sie dem Matteo auch drMen, und so viel Schrecken sie ihm einjagten, so konnten sie ihn doch Mt einmal zu dem Geständnisse bringen, daß er ihn gesehen hätte; so daß sie endlich, da sie immer werter giengen und keine Nachricht vom Dom Roderirh erfahren konnten, wieder nach Florenz zurückkehrten so mißvergnügt rtze man sich vorstellen kann. Nachdem nun Matteo sah, daß sich dieser giose kerm gelegt chatte , so holte er ihn aus dem -Ort, wo er ihn versteckt hatte, wieder hervor., und beschwor ihn sein Wort zu halten. Roderich bezeigte sich bey dieser Gelegenheit sehr getreu , und ich kann wohl sagen k daß es noch niemals ein Teufel so sehr war, und so viele. Dankbarkeit und Erkenntlichkeit äußerte, als w. Er gestand, daß er ihm unendlich verbunden wäre, und versprach, daß er sich alle mögliche Mühe geven iwltte, ihn zu frieden zu stellen, und sein gegebenes Wort zu halten. Damit er ihn ganz von dieser Wahrheit überführen und ihm zeigen möchte, das er nicht sagte, daß er nichts auszuführen gedächte, so erzählte er ihm feine ganze Geschichte, so wie wir sie bisher erzählt haben. . Er. unterriMte. ihp hierauf von dem Mittel, durch das er ihn reich ma# chen wMe; Wisse, Mg^er an, daß, so bald man hören wird , daß irgend eine Danü den Teufel im Leibe hat- es kein andrer Teufel ist, als ich. Du känst versichert seyn, daß ich nicht eher herausgehe, als biß du selbst -gekommen bist, und mich diese neue Wohnung zu verlassen gezwungen -hast. Du wirst hernach nicht vergessen dich gehörig bezahlen zu lassen. Werker sagte er nichts, und verschwand in einem Augenblick vor dem Matteo.
Nicht lange daraus breitete sich das Gerücht durch die ganze Stadt Ms, daß die Tochter des Herrn von Anredr, welche an den HErrn Bomrjuto verheyrathet war, besessen wäre. Der Vater und die Mutter versäumten nicht, alle die Mittel anzuwenden, die man gewöhnlich bey einem so verdrüßlichen Zufall zu gebrauchen pflegt. Sie kiesen ihr das Haupt des heiligen Zanobnrs und den Mantel des heiligen Galberts vorhalten; Mein Belfegor lachte nur darüber; es war nun nicht mehr der Dom Roderich von Castillo, es worein vollkommner Teufel. Um jedermann gewiß zu überzeugen, daß das Nebel dieser Jungfer eine wahrhafte
Besessen-


