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Mit Hochfürstl. Hessen-Darmstädtischrrgnädigsie-nErlauLms
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Von der Einbildung.
io wie unser ganzes Glück nut in der Einbildung besteht, so macht I oft die Einbildung auch unser ganzes Unglück aus. Wen» 1 man sich zu überzeugen sucht, daß der Zustastd, worum wir unS einmal befinden, mit allen seinen Vollkommenheiten und Mangeln, der/e- mge sey, der sich an meisten Or unser Temperament und Denkungsart geschickt habe; wenn man sich andrer Leute Zustand nicht allein auf der glanzenden Seite, die wir sehen, sondern auch auf der unglücklichen Seit- die sie der Welt, wie wir, zu verbergen suchen , vorstellt; und immer bedenkt, daß man desto mehr wünscht, je mehr man besitzt T Menn man, sage ich, sich seinen Stand, als den besten einbildet: so llst eres auch. Dieß hilft uns denselben , wenn er gleich nicht der erwünschteste seyn foüte, ertragen. Dadurch leben die Leute am zufriedensten , von denen andre glauben , daß sie am wenigsten Ursache dazu-hätten. Der Bauer bildet sich ein, daß der Stand seiner Vorgesetzten nur durch solche Erkenntnisse und Fähigkeiten erlangt werden könne, über deren Erreichung er sich den Kopf würde zerrissen haben; und hält ihre Geschäfte, die er nup von dem äusserlichen blendenden Aüfehn keynt, für Dinge, ,wobey mari unmöglich eine ruhige Stunde haben -kann. Er kennt die anderst Stände
I i nicht,
Zwey und Dreißigstes Stück.
Dienstags den seerr Attgust 176s.


