t, vftb Nachrichten«- - . sJJ chen, die die Rechtschaffenheit und Tugend für-chie größte Zierdethrer .Herzens und für ihren liebsten Ruhm auf vierer Welt halten. Ich werde alle Gesellschaften mit der größten Sorgfalt meiden , wo man klein lMV niederträchtig denkt, wo man pöbelhaft und ungesittet redet, wo man unedel und lasterhaft handelt- mit einem Worte,, wo. man die TuMw verachtet und das Laster erhebt. Ich hoffe, meine Leser werden eben oaethun. Künftig mehr aus meiner Schreibetasel.
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Von der Veränderung der^ Sitten m der Zeit zu esiett. -
Auf Verlangen aus einem auswärtigen Blatte eingerückt.
Es ist kein geringes Vergnügen, das aber doch manchmal auch zu sehr ernsthaften Betrachtungen Anlaß geben kann, wenn man die Sttten der heutigen Nationen mit den Sitten ihrer Vorfahren vergleicht? so wst sie uns von geschickten Hlstorienfchreibern aufgezeichn-t-worden sind. Man nimmt nm Verwunderung wahr, daß. sie sich nach und nach eben so vtzt« lig geändert haben, als die äußere Leibesbeschaffenheit, oder das äußerliche Ansehen des Landes, welches sie bewohnen. Wir dürfen gar nicht i weit in das Alterthum zurücksteigen, um uns von dieser Wahrheit zu überzeugen. Sollten eS zum Exempel die asten Römer, diese stolzen Wcltbe- zwinger, die alle andern Nationen für Wilde und Barbaren ansatzen- jemals geglaubt haben, wenn es ihnen auch alle möglichen Wahrsager und Orakel prophezeyt hätten, daß viele ihrer Nachkommen sich gutwillig ihrer Mannheit würden berauben, lassen, um durch eine hellere und feinere Stimme bey den damals so verachteten Deutichen desto gewisser ihr Brod zu verdienen? Wer würde die itzigen Franzosen in Eälars Beschreibung der alten Gallier wieder finden, uny wie würde Cäsar gelächelt haben,l wenn man ihn versichert hätte, daß diese Nation sich in spätem Zeiten hauptsächlich durch ihre Schneider, Peruckenmacher, und Putzmachermnen berühmt machen, und dadurch alle andren Europäischen Nationen in Ansehung der Mode und des Geschmacks unter ihre BothmfiMkett bringen würde? Bey uns Deutschen ist die Veränderung eben so Merklich , wenn man uns mit unfern Vorfahren vergleicht, die Tacitus beschreibt. Dir Riesenleiber der Mannspersonen.sind in der TkatMcht sehr gemein mehr unter uns, und ein Preussischer. Werber muß MMcheü Dors, ja wohl manches Amt hintereinander vurchfuydschalt-ru Oe er emen Kerl.anmfft,
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