Ausgabe 
8.3.1768
 
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H Gressisch^McktSM yMerMSMe Attzeigm

hat? eine Rose, Lilie i^eWulpeWirp vkpbeIerM Anblick das Kind mit einem solchen Vergnügen eiMWen,, dastes geringere Blumen, die nicht so reizend geputzt sind, kaMbrmerckeü wird. Der Glantz eines Lichts, die Leb- hafüMt der rochen Farbe und tausend andre Gegenstände der Ngtur, bringen eine sehr metckkicheCmpfindünz'in ihm hervor. Kann es schon die kindische ErzehWg einer MschichtEchebn, und zergt! man ihm zur Er­läuterung derDen GeMählve oder Kchftrstiche/w Wirdes eine^ FahtzkeiL die Sachen zu behalten und-zu unterscheiden, eine Mßbegierde immer mehr zu erfahren, urch ein Vergnügen das sich unter unsrer Erzehlung in seinen Minen und Gebährden ausdrücken wird, äusser», daß wir mehr als ein» mal über die lebhafte Rührung, Einsichten und den Verstand desselben erstaunen werden. Ist es der Sprache etwas mchr mächtig, und man laßt es eine Fabel auSDem Gellekt lesen, so wird LS , wenn sie übrigens seinem Begrifangemestenist, manchen blühenden Ausdruck und manche un- erwartete Wendung,'ohne weitere vorgängige Regel»/von selbst bemer­ken, oder eigentlicher zu reden,.das Kind wird die Fabel fühlen. Seine Begierde mchr zu'wiffen, 'und das Vergnügen, so es unter diesen Ve- schaftigunaen findet , werden es von selbst antreiben, weiter fortzulesen, und fein Geschmack wird durch dertzleichew Uebü'ngen unvermerckt eine gewisse Richtigkeit und Feinheit freywillrg annehmen , ohne i daß man rröthig haben wird, ihm die Schönheiten der Natur oder der Kunst, mit iveithergeholten Schlüssen zu beweisen. l'Ä?an braucht weiter nichts, als Der gebesserten Natur zu überlassen, und Sorge zu trage», daß dem Kind Nichts in die Hand gerath, was den güten Geschmack verderben kann.

Diese'Erfahrungen silw ziemlich allgemein, und die wenigen, dievon Der Natur verwahrlost worden sind, können keine hinlängliche Ausnahme machen. So wie uns ein gewisses Gefühl, welches uns das Gute und Böse, auch ohne tiefe Vernunftschjüffe unterscheiden lehrt, angebohren ist, eben so hak uns der gütige SchöpferE einem gewissen Gefühl des. Schö- jnert, Anständigen und Schicklichen versehen-, und m diesem Stück nicht we- mger vor unsere Vollkommenheit gesorgt. -

Wenn man durch einen-guten Unterricht ein Kind frühzeitig bildete, seine Fähigkeit entwickelte, und es auf die Schönheiten der Natur und Kunst aufmercksam machte, so würdeman nicht dencheschwerlichen Weg der Schu- le gehn dürfen, dadzrWeg des Natur der sicherstes der angenehmste urft> der allgemeinste ist, uns in den- Tempel des guten-Geschmacks zu stchren. Dtls Kind wird schon ohne es zu wissen einen guten Geschrmck Hilden, e's wird