Ausgabe 
8.3.1768
 
Einzelbild herunterladen

Dienstags den «een Märy. 1768.

»ft

i

n..: >

Mit Hochfürstl. Heften, Darmstädtischer gnädigsten Erlaubnis.^

OMir haben unfern Lesern in dem siebenten Stück die traurige Ersah« K.W '»ng, dasseS Leute giebt, welche nicht so viel Einsicht und Ge- se«y schmack haben, Ernst gnd Satire gehörig zu unterscheiden, be­kannt gemacht. Um diesem Uebel einigermassen abzuhelfen, war nichts na« lürlicher, als daß wir den Ursachen einer solchen, fast unglaublichen, Un­wissenheit nachdachten , ehe wir auf Gegenmittel dachten. Anfänglich glaubten wir, daß eine natürliche Dummheit, und eine lange Reihe von elenden Beschäftigungen, die Quellen wären. Aber der Hauptgrund liegt wohl in einer schlechten und geschmacklosen Erziehung.

ES ist zwar nicht zu leugnen, daß die zu erst angeführten Ursachen da« ihrige hierzu beykragen: aber der Mangel eines vernünftigen Unterrichts ist Hoch immer die Hauptquelle, von denen jene nur abgeleitete Bäche sind. Man kann sicher behaupten, daß Die Natur gar fetten Menschen hervor­bringt, in denen gär keine Anlage zu dem Gefühl« des Schönen wä­re. Das Kind, das kaum zu empfinden ansängk, wird schon durch Pen Wohlklang der Töne gerührt., da im Gegentheil ein unangeneh­mer Ton verdrüSlich« Empfindungen und traurige Vorstellungen in ihm «reget. Eine Blum dle die Natur mit vorzüglichen Farben bemahlt lW«kzqP>» hat,