Vttd Nachrichten. )9
er Untersuchung und hinlänglicher Erkenntm'ß der Krankheit in denen Gedärmen und deren Verstopfung auf vorbefchriebene Art. Und weil durch diese Verstopfung selbst den bey dm meisten Pferden befindlichen Würmern die Lust ermangelt, so rühren sich diese destomehr in des Pferdes Magen, und vermehren durch ihre Angst des Pferdes Schmerzen und Krankheit, ob gleich nicht zu leugnen steht, daß sich die Würmer auch bey unterschiedener Art von Pferdesutter zu regen pflegen, wenn nemlich Winterszeit Erbs-oder Wickenstroh, oder Queüfuttcr an Korn, Erbsen, oder Wickkörner gefüttert wird. Diese Krankheit ist aber selten tödtlich, wenn keine Verstopfung dabey concurriret, und ist durch Gebrauch des hier beygefügten Wurmpulvers gar bald zu heben. Am sichersten geht man aber, wenn dieses Pulver jährlich nach der Vorschrift einmal Präservative gebraucht wird, welches ohne grosen Aufwand geschehen kann. Wenn nun bey dem ersten Anfall dieser Krankheit folgende Mittel schleunig gebraucht werden, daß man nemlich dem Pferde die erkalteten -Ohren reibt, dadurch erwärmet und öffnet, daß etwas Blut heraus geht, auch wohl den dritten Kern am Gaumen mit der Fliete sticht und Blut heraus läs- si't, zugleich eine englische Pille nach dem hier folgenden Recept fub A. eingiebt, das Pferd mäßig, doch nicht erhitzt, reutet; so erfolget zuweilen schon hiervon eine gründliche Besserung, daß das Pferd mistet und stallet, auch nunmehro das Futter wiederum annimt, und auser Gefahr ist. Kann aber das Misten in der ersten Stunde durch diese Cur nicht befördert werden, so kann man die zweyte englische Pille demselben auf nachbeschriebene Art eingeben, und von einem Menschen, der nicht eine allzustar- ke Hand hat, nachdem die Nägel wohl beschnitten und Hand und Arm mitBaumöhl fett geschmieret worden, aus dem Mastdarm, soweit man mit dem Arm hinein kommen kann, den darinne versetzten Mist heraus holen, und statt dessen ein dünnes Jnseltlicht hinein stecken lassen, da denn nochmals das Pferd ein wenig geritten wird, unter währender Zeit, die über ein und eine halbe Stunde nicht dauren darf, muß man schon die Praeparatoria zu Beybringung eines unumgänglich nöthigen Clistieres machen, falls das Pferd von diesen bis hieher beschriebenen Euren noch nicht hinlängliche Oeffnung bekommen sollte.
Die Fortsetzung folgt künftig.
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Nützliche Nachrichten das Oecorromie-und CommetMsen betreffend. Wien r767.gr. 8. 1 fl. zo fr* Das


