Ausgabe 
1.3.1768
 
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ttZählte Geschichte, die er mir aus seinen Sammlungen vorgesegt; Ich aber halte die Sache gröstentheils vor Gaukeley, und wenn unlautere Ab­sichten, wie man mich neuerdings überredet, auch Antheil daran haben, s- werde ich in meinem Vermuthen noch mehr bestärcket: fastsolte ich dencken, wann dergleichen Spektakel vor Geld zu sehen, daß es besser wäre die Per­son in einem Rhmoceros - Kasten in die ansehnlichste Städte Europens m senden, und sie da ihre Rolle spielen zu lassen. Doch ich entferne Mich von meinem Zweck, ich wollte Ihnen nur versichern, daß ich seye

Mein Herr

dero Dienerin.

Z. Th "

Vulgus, quo minus intelligit, eo plus miratur.

Pliff.

Unter der unendlichen Menge von verschiedenen, Zufällen, die den Cörper des Menschen erkranken, bemerket man viele die, alle darinnen Über­einkommen, daß sie zu bestimmten Zeiten erscheinen, eine gewisse Zeit an­halten, alsdann wieder aufhören, und eine Zwischenzeit beobachten , wo- rinnen der Kranke frey von allen Beschwerlichkeiten zu seyn scheinet, der­gleichen Zufalle werden daher von dm Aertzten periodische gmennet: einen Jnbegrif periodischer Krankheiten hat Herr D. Medicus in einem mit un­gemeinem Fleis und B.lesenheit geschriebenen Buch, Geschichte peno- bischer Krankheiten/ geliefert. Unter allen Gebrechen, die den mensch­lichen Cörper befallen, halten kerne ihre Perioden richtiger, als konvulsivi­sche und Fieber-Anfälle. Von ersterer Gattung will ich aus den bewähr­testen Beobachtern einige Beispiele angebcn, und einem jeden bescheidenen Leser zur beliebigen Vergleichung und Beurtheilung anheim geben, ob nicht eine ähnliche Kranckheit jenes MadgenS gegenwärtig die Bewunderung und Neugierde einer gantzm Gegend erreget; wann allenfals nicht auch Gauckeley Antheil daran hat. Die Starrsucht (catalepfis) ist eine völliae Beraubung der Sinne, mit einem besondern Krampf des CörperS, ver­mög dessen man demselben eine Richtung geben kann wie man will , mei- stentheils stehen dabei die Augen starr und offen, das Athemholen und der Pulsschlag sind, obwohl etwas schwächer als im gesunden Zustand zu spü­ren, weil nicht sowohl der Kreißlauf des Bluts, als der Einfluß der Le­bensgeister gehemmt zu seyn scheinet; daher auch während eines solchen An-

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