4xft Gies fische rv-cherielich ♦ gemestmötzige Anzeigen
ger begegnete es mir mit einiger Freundlichkeit. Es gieng mit so schnellen Schritten bey mir vorüber, daß ich kaum seine Spur bemerkte, gleichsam als wenn es mich für Vie Kalte selbst arische und aus Furcht, völlig zu erfrieren, so geschwind an mir vorbey eilte. - Welch ein natürliches Bild dachte ich bey mir selbst, bist du jetzt von einem elenden und nothleidenden Menschen! Anstatt daß man ihm aus hundert Ursachen mit tiebe und Freundlichkeit begegnen sollte; so würdigt man ihn kaum eines Anblicks, man eilt an chm vorbey, gleich als wenn man befürchtete von seinem Elende angesteckt zu werden. Man bekümett sich nicht einmal um seine Noch, geschweige daß man sich um die Lmdrung derselben Mühe geben 'sollte. Man ist vielmehr froh, wenn man bey ihm vorbey gekommen ist , ohne daß er uns die grosse Ehre erwzesen und uns für einen barml-ttzigen Menschen angesehen und ohne daß er uns durch seine kläglichen Bitten mittleidig genug gemacht hat, zur Stillung seines Kummers etwas beyzutragen. - Unter diesen Betrachtungen war ich kaum einige hundert Schritte weiter gekommen, als mir ein anders Geschöpf, von meiner Art begegnete, das sich Feuer zum Tabackrauchen'schlug. Weil ich mein Feuerzeug mit mir zu nehmen vergessen hatte; sa sah ich dies als eine schöne Gelegenheit an, meine Neigung bey dem Spatziergehen Taback zu rauchen , zu befriedigen. Ich zog also geschwind meine Pfeife gus der Tasche und bat diese menschliche Gestalt mit der demüthigsten Mine um ein wenig Feuer. Weil diese Gestalt aber vermuthlich mehr Körper als Seele war, so gieng sie, wie eine Maschine, bey mir vorüber, und schien sich zu verwundern, wie ich ihrzu- muthen könnte, mir bey einer so rauhen Lust Feuer zu geben. Was wolte ich thun, ich mußte meine Pfeife wieder ruhig an ihrenOrt stecken, konnte mich aber nicht enthalten, einige Augenblicke stille stehn zu bleiben und diesem Geschöpft von meiner Art nachzusehen. Ganz natürlich mußte mir hier der Gedanke emfallen, daß ich mich jetzt in eben den Umstanden befände, wormn sich so ost der trostlose Arme befindet, wenn ihm alle seine Bitten abgeschlagen werden. -0 wie sehr bedauerte ich diesen Unglücklichen. Ich stellte mir euf einmal die ganze Last seines Elendes vor. Ich sah ihn, wie er entblößt vor Kalte zittert, wie er vor Hunger und Durst fast vergehen mag, wie - er bald diesem bald jenem nachschreiet, daß er sich doch über seine Noch erbarmen möchte. Ich hörte, wie er diesen um Hülfe uud Errettung ansieht und jenen im Namen alles dessen, was gut und heilig ist, beschwöret, sein Elend anzusehen und ihm nur etwas zur Stillung seines Hungers rrnd jur Bedeckung (einer BW zu schenken, Ich (ah ihn, wie er trau
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