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Viertes Stück.
Drensta§s den zyten Januar. 1767.
Mit Hochfürstl. Hessen/ Darm städtisch er gnädigsten'Erlcmbnlss^
Wünschen sagt ZEoung in seinen vortresiichenv7achtgedanken/ SSV ist eine sehr Derdriesliche und thörichte Beschäftigung , die der
Weisheit zuwider ist, unfern gegenwärtigm Zustand vergiftet und unsre Gesundheit verdirbt. Und er hat vollkommen Recht. Man kann sich keinen grösern Thoren und keine ungesundere und unweisere Seele verstellen , als diejenige ist, die sich sehr mit Wünschen beschäftigt. Ich glaube immer, daß der Herr, der sich neulich unfern Stadtgraben voll Duca- ten wünschte, ein eben so grofer Narr war, als Demokles, der sich die Reichthümer, den Glanz und die Vergnügungen wünschte, die den Thron des Dionysius umgaben. Als jener den geizigen Wunsch that, mußte ich über den schönen und beschämenden Einfall lachen, womit ein anderer die Thorheit dieses Wunsches in einem gewissen satirischen Unwillen zu erkennen gab. Der andre sagte: wenn Sie alsdann Mein Herr, dcn Stadtgraben voll Ducatcn besitzen; so wünsche ich Ihnen wer> ter nichts / als daß Sie sie alle zahlen muffet!. Doch man hat fast noch Ursache zu zweipen, ob dieser Herr die Erfüllung seines närrischen Wunsches erleben werde. Allein wenn er sie auch erlebte, würde er deswegen glücklicher, weil ihm sein Wunsch, die Reichthümer, den Glanz und die Vergnügungen des Dionysius zu besitzen, wirklich gewährt wur-
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