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. Dm Brand im Waitzen zu verhüten habe sösgendes Mittet seit r2( ö's r;. Jahren in meiner Wirthschaft und Ackerbau vor gut befunden, ist auch von meinem seeligen Schwiegervatter weiland Herrn Joh. Christ. Freudenbergern, Pfarrern in Kleinweltzbach, bey Langensattze, lange Jahre mit gutem Succeff gebraucht auch von denen benachbarten Orten viel von ihm tubereiteten Waitzen zu Saamen gekauft worden, i) Pflege ich den Waitzen gleich zu anfange des Sept, ohne Absicht auf den Mond der auf andere EaleNderzeichen zu regardieren, bey stillem und trockenen Wetter zu pen, vermöge der alten HaushaltungsRegel: der Waitzen muß r Sommer erleben, wenn er gerathen soll, z) lasse ich denselben nicht eher schneiden, bis er seine völlige Reife erhalten, und die Aehre dürre und braun geworden. z) So bald er geschnitten , lasse ich ihn sogleich aufbinden, und mcht eher emfahren bis er gedroschen wird , dann er darf in der Scheuer durchaus mcht schwitzen, und entbrennen, welches ihm schädlich ist. Wenn er gedroschen, so eile ich wiederum daß er nicht so lange auf der Tenne liege und erwärme. Wann er geworfelt, lasse ich zuforderst den geringen Hinterwurf abnehmen, und behalte den besten und reifsten zum Saamen. 4) Schutte ich selbigen auf den Boden, und mache ihn so dünne auseinander als möglich, alsdenn wende ich ihn täglich ein auch zweymal mit dem Rechen, und contmmre damit bis zur Saat Zeit. Auf diese Art habe ich seit 10. bis iz. Jahren den Waitzen tractiret, und nie Brand bekommen, ohnerachtet dieses Jahr viele hiesige Bauren über drep Theile Brand im Waitzen gehabt.
Auch habe ich bishero wahrgenommen, daß der häufige Brand in der Gerste und Haler lediglich daher rühre, daß man dieses Getreide vor ferner vollkommenen Reife niederhauet, und ihn alsdenn in der Scheuer zu sehr entbrennen läffet, denn se weniger das Gekraide bey mir erwärmet oder entbrannt ist, desto weniger Brand habe ich in meinem Gctraide gehabt. Anfangs suchte ich Rationem fufficienrem in dem sogenannten Honig oder Melthau, wie man an Erbsen, Linsen, Wicken, Bohnen und dergleichen bemercket, daß diese Früchte dadurch oft gantzlich verderbet werden , weit ich aber wahrgenommen daß per Brand schon in der annoch verschlossenen Aehre ehe sie durch den Halm gebrochen, sich gefunden, als habe solche Veränderung unmöglich dem Thau beymessen können, weil solcher unmöglich durch den verschlossenen Hilm, den ich mit einer Nadel oder FederMeffer aufreiffcn müssen, hat durchdringen können.
Meine


