Gl'essische wöchentlich ♦ Nemeittnützl'ge Anzeigen
Kröpff und Bruch »Euren abgeben, und dadurch von der Einfalt desPS- delS in allen Ständen einen nicht geringen Vortheil ziehen. Nun wäre tS freylich am sichersten, wann diesen Leuten ihr medicinisches Hand- werek gäntzlich geleget werden künte. Da aber dieses, leider mehr zu wünschen, a!S zu hoffen ist; so wäre meines Bedünckens wenigstens dahin zu jcherr, daß niemand durch ihren Stand verführet, und zu dem Ende denselben vor andern Marcktschreyern nicht der geringste Vorzug verstattet werden dürste. Solchemnach müste eS denselben äusser den öffentlichen Jahrmärckterr, und ohne Vorzeigung ihrer Privilegien von Königen, Fürsten rc. ihre WunderCuren zu verrichten, und Artzeneyen auszu- geben keinesweges vergönnet seyü. Wir erhielten dadurch zum wenigsten den Vorthei! daß durch ihren Stand und Ansehen niemand geblendet, sondern Sie vor das was Sie würckiich sind, von jederman angesehen werden würden. Ich bin mit aller Hochachtung
• ’ ' ' ' Ihr
-O - - dsn 7. April 1767.
ergebenster Diener
A. E.
Vom Brand im Waitzen.
rjj - Nachdem aus denen, auf Veranlassung Churfürstlichcr Landes- «Üeeonomie-Manufactur- und Commerciendeput. bisher angestevtcn Untersuchung derer vorzüglichsten unter denen bey selbigen zeitkero eingegangenen zahlreichen Mitteln zu Verhütung des Brandes im Waitzcn sich ergeben, daß die von Herrn M. Carl Gottl. Schultz, Pastoren zu Sachsenhausen vorgeschlagene Behandlungsart der Waitzenaussaat, auch zu Erhaltung guten Saamens bey derCmerndte selbst gebrauchte Vorsicht zu Verhütung dieses Brandes allerdings die wahrscheinlichsten und zuverlässigsten Vorschläge enthalten, auch durch die Erfahrung bewährt befunden worden. Mithin obgedachten Herr Pastori Schultzen,auf diese beste Auflösung dieses ökonomischen Problems das praemium von so. fl. zuerkannt und ausgezahlt worden. Als hat man solches auch hiesiger Landen hierdurch bekannt machen, und dessen Aufsatz: dem Publico mitzutheilen keinen Anstand nehmen wollen.
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