Ausgabe 
22.9.1767
 
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M i ess sch e wöchentlich- WMW Wrtztigcn lind Mchrichttn Acht lind Drkysslgstcs Stück.

Dienstags den Uten September 1767.

Mit Hockfürstl. Hessen- Oarmstadtischer gnädigsten Erlaubnis»

habe bisher noch nicht einmal gewußt, daß dieses schlechte Wo- chenblatt das Glück hatte, auch von Soldaten gelesen zu werden. Esst vor einigen Tagen hat man mir von dresem Glücke, das mir um desto mehr Vergnügen macht, je unerwarteter es mir war, Nachricht gegeben, und hcüte bin ich schon bereit, ihnen aus Dankbarkeit ein eignes Blatt zu widmen.-'

" Ich gestehe es zwar gern, daß sich meine Wissenschaften nicht bisitt die Grönzen der Soldaten Pflichten erstrecken, und daß ich nuch für allzu rnuchlos halte, als daß ich irgendeinem Soldaten frey heraus sagenmöchte, was er tbün oder lassen soll; so willig sich auch mancher vernünftiger Sohu des Krieges Gottes die Erinnerungen eines guten freundes möchte gefal­len lassem, 2lllein,zum Glücke kommt meiner Unwissenheit und Zaghaftig- feit die Einsicht eines lehr erfahrnen mnd tapferen Mannes zu -Ulfe, per -s so güt als jemand wußte , was zu einem rechkschamen Soldaten gehörte.

Ebe ich einen Beweis von den Einsichten und den schönen Gesinnun­gen dieses Mannes geben kann, muß ich eine kurze Geschichte voraus schi­cken Ich habe unss fahr seit sechs Jahren die Ehre ', ein sehr vertrauter ^'-euüd eines lunaen Herrn von Adel zu sevn, der jetzt alSLXficrer in Preu- 'Ltschm Dirnen stehet und dessen -erz tch ehedem, Hofmeijier, zu

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