rrL Gresirfthe wöchentlich^ gememnstzige Anzeiger»

größten Erstaunen und ich kan wohl sagen,- zu meinem Schrecken, einige Frevdenker habe kennen lernen. Ich rede sonst fehr gerne von meiner gött­lichen Religion, und ich weiche nicht leicht einer Gelegenheit aus , wo ich - zu erkennen geben kann, an wen ich glaube. Aber ich will es mir in Zu­kunft zu einem unverbrüchlichm Gesetze machen, mich in Gesellschaften mit Freygeistern in keinen ReligiouSStreik mehr ein zu lassen, nicht allem, weil die meisten Gesellschaften eine solche Ernsthaftigk >t, als zur Unterredung von ReligionsSachen gehört, nicht vertragen können, und eine oder zwo Stunden noch lange nicht hinlänglich sind, einen Frexgeist von derWahr- heit der christlichen Religion ganz zu überzeugen; sondern weil sie auch zu­viel Vorurtheile für ihre Meinungen haben, als daß sie unfctn Beweisen so bald solten Gehör geben. Ach GOtt! wenn alle Freygeister solche Leute sind, wie diejenigen waren, die ich habe kennen lernen, was müssen das für widerspenstige und hartnäckige Leute seyn! Gehen sie denn alle so weit in ihrem Unglauben, daß die rrberzeugendesten Beweise von der Göttlich­keit unsrer Religion nicht den geringsten Eindruck mehr auf ihr Herz ma­chen? Verwerfen sie den Gottesdienst der Christen so blindlings und ge­ben sie sich denn alle so wenig Mühe, ihn recht kennen zu lernen, als diese thaten? Diesen schiene gar nichts darauf anzukommen, ob sie den allmächtigen Schöpfer des Himmeis und der Erden, diesen unendlichen AOtt von Ewigkeit zu Ewigkeit lästerten, oder ob sie ihn auf eine Art verehrten, die mit seinen Eigenschaften am vollkommensten übereinstimmte- Es waren luderliche, niederträchtige, bosbaffte Leute (und woher sollte auch ihre Besserung kommen, da sie keine Christen sind?); es waren Leu­te, die nicht einmal die Anfangsgründe und die ersten Buchstaben der Re­ligion, die sie bestritten, verstunden, die in allen dazu gehörigen Wissen­schaften keine Gründlichkeit befassen, voll Unwissenheit und Vorurtheile * waren, und noch nie die unumstöslichen Beweise für die Wahrheit dersel­ben, weder gelesen, noch geprüft, noch widerlegt hakten. Es waren Leu­te, die andern nur die Einwürfe darwider nachplauderten, und sich damit brüsteten, wie der Rabe mit den aufgelesenen Pfaufedern. Sie hatten ei­ne gewisse Anzahl von Einwürfen , die sie auskrameten, und als sie damit fertig waren, so entstund eine grose Stille bev ihnen. Ich glaube fast, daß diese Herren verschiedene malen mit Leuten in Gesellschaft gewesen sind, die ihre Religion nicht genug verstanden haben, um ihre Einwürfe dawi­der hinlänglich beantworten zu können. Vielleicht haben sie sich deswegen bisher für unüberwindlH gehalten, gerade, als wenn es nun keine Leute mehr