zzr Gr'esische wöchentlich- gemeinnützige Anzeigen
Hinweg künftig mit den abgeschmackten Possen, die unter uns getrieben werden. Hinweg mit allem elenden Witze, der sich nur auf Wortspiele gründet? der nur auf unanständige Zweyoeutigkeiten hinausrauft, der nur andre lächerlich und verächtlich machen soll und ein boshaftes Herz ver- räth. Verbannet ihn, ihr Landsleute, dultet ihn nicht länger in euren Gesellschaften; er schickt sich nicht zum nützlichen Zeitvertreib, er schickt sich nicht für Geschöpfe, die nur zu einem reinen Vergnügen erschaffen sind. Hinweg mit den Familien-und Stadt-Histörgen, die nur erzählt werden, um euren abwesenden Nächsten zu lästern und zu verleumden. Ihr lästert und verleumdet ihn vielleicht zu einer Zeit, in welcher er ungleich vernünftiger handelt, als ihr. Hinweg mit den Historien und Eezählungen, die wider die Ehrbarkeit, wider die guten Sitten und eine gebesserte Lebensart streiten. Nur Die Narren lachen darüber und die vernünftigen, nach dessen Beyfall ihr nur allein streben müßt, möchten über euer ungesittetes Geschwätz Thränen vergiessen. Hinweg mit den langen verdrüslichen Discursen vom Wetter. Schweigt lieber ganz still, ehe ihr eure Zuflucht zu denselben nehmen müßt. Sie sind zu gemein , ihr sagt dadurch eurer Gesellschaft nichts neues, und nichts angenehmes, sie gähnt dadey und em- psindet Langeweile. Hinweg mit den Unterredungen von Mägden und Ve- dienten, von der Aufführung und den Liebesgeschichten derselben. Sie ge-- hören nicht in die Gesellschaft vornehmer Leute, und es ist gefährlich, davon zu reden, weil man leicht in den Verdacht fallen kann, als hätte man selbst pöbelhafte Gesinnungen, indem man oft davon spricht. Die Handlungen des Pöbels müssen unter eurer Veurtheilung seyn. Hinweg mit den Gesprächen von dem Putze, den ihr heute oder gestern an andern Frauenzimmern gesehen habt. Ihr verrathet nur dadurch ein Gedächtnis, das an unnütze und kindische Puppenspiele sich gern erinnert, ihr verrathet dadurch ein Herz, das dem Stolz und der Eitelkeit ergeben ist, und einen Verstand, Der sich gern mit läppischen Dingen beschäftigt. Hinweg mit allen diesen schlechten, niedrigen und unedlen Unterredungen in euren Gesellschaften , ihr geliebten Landsleute. Verbannet sie, dultet sie nicht länger unter euch. Ihr seyd viel zu gut, als daß ihr euch damit abgeben müßt, und ich betrübe mich, daß ich euch mit solchen unwürdigen Dingen beschäftigt sehen soll.
Ich will euch jetzt einmal einige Vorschläge thun, wie ich glaube, daß ihr euch auf eine angenehme und zugleich nützliche Weise unterhalten könt. Und wenn ihr findet, daß meine Vorschläge vernünftig und practi- cabel


