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Kleinigkeit Ursache zum Misvergnügen und zu Zwistigkeiten zu haben glaubt. Derjenige aber verrät!) noch weit weniger Verstand und weit weniger edle Gesinnungen, der mit einer Frau in einer misvergnügren Ehe lebt, mit welcher er sich bey dem ersten Anblicke verlobt hat. .Warum? Weil er bey jeder Aeuftrung seines Misvergnügenö zu verstehen giebt, daß er ehedem ein Narr gewesen ist, und noch nicht aufgchört hat, einer zu seyn. Denn wenn er vernünftig wäre; so würde er entweder vorher seine Frau besser haben kennen lernen, oder er würde jetzt, da er sie wirklich geheura- thet hat, mit ihren Unvollkommenheiten Gedult haben, und sie nach und nach zu verbessern und durch ein kluges Betragen seinen übereilten Schritt zu rechtfertigen suchen.
Leute, welche vornehme Aemter bekleiden, müssen nothwendig viel Politik haben. Viele aber meinen Wunder, wie politisch sie wären, wenn sie andre Leute mit allerley Vorspielungen und Dunst aufzuhalten suchen. Der eine Theil von denjenigen, die sich um ihren Schutz bewerben, versteht die Wissenschaft, Wind zu machen, noch nicht hinlänglich, und wird daher betrogen. Ist dieses eine Kunst? Der andre Theil ist zu klug, um sichs merken zu lassen, daß er betrogen wird, weil er sich entweder nicht noch mehr verhaßt machen will, oder in der Stille auf Mittel sinnt, durch Umwege zu seinen Absichten zu gelangen. Ist derjenige welcher sich auf diese Art betrügen läßt, nicht weltpolitischer, als derjenige, welcher ihn iu betrügen glaubt?
Man hat uns seit acht Tagen wieder eine Menge Briefe zugeschickt. Wir gestehen es gern, daß uns die meisten davon sehr verdächtig vorkommen und Absichten auf gewisse Personen zu haben scheinen. Wir haben sie daher alle, es mag ihre Verfasser verdriesen, oder nicht, dem Vulcan geopfert. Nur den einzigen ausgenommen, den wir hier unsern Lesern mit- theilen. Dieser scheint uns wenigstens von personellen Absichten ganz frey und für alle Candidatinnen des Ehestandes ziemlich lehrreich zu seyn. Hier rst der Brief von Wort zu Wort.
Meine Herren!
Die Sache worüber ich gern Ihr Urtheil wissen möchte, ist sehr kütz- lieh und in l meinen Augen eben nicht von geringer Wichtigkeit. Ich bin ein junger Mensch der gegenwärtig auf ein gewisses Frauenzimmer ernsthaf- r? u
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