Ausgabe 
17.2.1767
 
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Itcsffsche

wöchentlich-

Von der Verbesserung der mländisthen Oele, inlonderheit des Leinöls.

ist bekannt, daß die fetten Oele / welche man aus den ausländl« schrn Samen und Früchten durch die Auspressung erhalt / derglei- chen z. E- das Mandelöl und Olivenöl sind/ einen ungemeinen Vorzug vor denenjenigen Oelen besitzen / welche aus inländischen Samen ausgepreffet werden, wohin das Oel der Dvtibfeti (Napi), des Leins, des .Hanfs/ des Leindotters/ und viele andre gehören. Die erster» sind Heller, süsser und wohlschmeckender; die letztern hingegen sind dunckler, von einem mehr oder weniger bittern ranzigen und unangenehmen Geschmack, und las­sen sich daher nicht so wohl zu verschiednen Gebrauch im menschlichen Le­ben anwenden. . . L

Da nun die ausländischen Oele viel kostbarer und theurer sind, als die einheimische!', so wäre es in der That eine nicht geringe und im ge­meinen Leben sehr nuzbare Entdeckung / wenn man eine leichte, im Gros­sen bequem auszuübende und zugleich unschädliche Art und Weise ausfin­dig machte, diese Oele in Ansehung ihres Geschmacks und Farbe zu ver­bessern, und dm ausländischen Oelen soviel möglich gleich zu machen.

Dienstags den i7ten Februar. 1767.

Mit Hochfürftl. Hessen - Darmstädtischer gnädigsten Erlaubnis.