Itcsffsche
wöchentlich-
Von der Verbesserung der mländisthen Oele, inlonderheit des Leinöls.
ist bekannt, daß die fetten Oele / welche man aus den ausländl« schrn Samen und Früchten durch die Auspressung erhalt / derglei- chen z. E- das Mandelöl und Olivenöl sind/ einen ungemeinen Vorzug vor denenjenigen Oelen besitzen / welche aus inländischen Samen ausgepreffet werden, wohin das Oel der Dvtibfeti (Napi), des Leins, des .Hanfs/ des Leindotters/ und viele andre gehören. Die erster» sind Heller, süsser und wohlschmeckender; die letztern hingegen sind dunckler, von einem mehr oder weniger bittern ranzigen und unangenehmen Geschmack, und lassen sich daher nicht so wohl zu verschiednen Gebrauch im menschlichen Leben anwenden. . . L
Da nun die ausländischen Oele viel kostbarer und theurer sind, als die einheimische!', so wäre es in der That eine nicht geringe und im gemeinen Leben sehr nuzbare Entdeckung / wenn man eine leichte, im Grossen bequem auszuübende und zugleich unschädliche Art und Weise ausfindig machte, diese Oele in Ansehung ihres Geschmacks und Farbe zu verbessern, und dm ausländischen Oelen soviel möglich gleich zu machen.
Dienstags den i7ten Februar. 1767.
Mit Hochfürftl. Hessen - Darmstädtischer gnädigsten Erlaubnis.


