Ausgabe 
16.6.1767
 
Einzelbild herunterladen

Xfo Gr'esflsche w5cbeffklr'cb -- FESlttiMzLge AmMm

zn hüt. Ich will jeden Vernünftigen davon Mtheilen ia'jftn, 6b m^ps nicht Closterfahig ist. Und wofür soll ich dann den Gerone ansehen oer. mir so oft mit eben dem Vergnügen erzählt hat, daß sein G.osvater ein sehr schöner Mann gewesen fty, als er mir erzählt hat, daß derselbe einmal einen Armen, der ihn um em Allmoseu ansprach, ziemlich derb abgeprü­gelt habe? Ich würde die Amanlks oft gern reden hör en, wen» nicht ih­re gnädige Mama immer das zehnde Wort ausmachke. Ja, ich hsde sie noch nicht einmal von den grosen Eigenschaften dieser verehrungswürdigen Dame reden hören, ohne daß sie nicht zugleich den höchst wichtigen Um­stand angeführt hatte, daß sich die liebe Mama unter allen Frauenzimmern ihrer Zeit am niedlichsten zu putzen gewußt habe. Ich gestehe es gern, daß mir an dieser Nachricht eben so wenig liegt, als an den Vorurtheilen, die Fax von der Schönheit und dem grosen Verstand seiner Jungfer Schwe­ster heget. Er hat mir den Schluß schon unzählichemal vorgesagt: Meine Schwester hat so viele Geschenke von den Franzosen bekommen, deswegen muß sie ein anbetenswürdiges Mädgen seyn. Damit ich diesen unnützen Discurs nur desto eher geendigt sehe; so gebe ich den ganzen Schluß zu. Und dies ist auch die Ursache, warum ich gar nichts dagegen einwende, wenn mir Amine sagt, daß sein Vetter der größte und witzigste Geist scy, weil er an Verschlagenheit und Arglist alle andre übertrifft." Wenn ich mit Et-Fasten in Gesellschaft bin; so nehm ich mich sorgfältig in Acht, ihn auf keine Unterredung von Speisen zu bringen. So bald ich ihn nur mit einem Worte an eine Speise erinnere; so fängt er schon die verdrüS- liche Erzählung an., daß sein Herr Väter unter allen Speisen keine mehr geliebt habe, als Sauerkraut mit Hering vermischt. Es ist ihm nie ge­nug, diese seltne Eigenschaft seines Herrn Vaters nur mit einigen Worten zu berühren; sondern er erwehnt auch der Portion, die derselbe jedesmal von dieser Speise zu sich genommen, er nennt so gar die Tage, an wel­chen es ordentlicher Weift zu geschehen pflegte und vergißt bev L ib und i'e- ben mcht, zu erzählen, daß er die vorzügliche Kunst, diese Speste zu essen, von dem alten Grafen von * * gelernt habe. Nm Schades daß alle diese Wahrheiten für mich nicht so interessant sind, als für den Ercrast Ich hoffe deswegen auch, daß er mirs so sehr nicht übel nehmen mtrb, wenn ich bey feinen Nachrichten von dieser Art den frommen Wunsch wie- derhohle, den ich schon so oft bey den unwitzigen und pöbelhaften Famili- enspässen des Herrn Kleinkopfs gethan habe, daß er mich nämlich künftig damit verschonen möchte. Und wenn mich jemand von diesen Leuten frag-

. - te,