r-4 Gr'essische wöchentlich semeknnStziKe Anzeigen
Mtktwsch». Acht Uhr erwacht ich und gegM neun Uhr stund ch auf. Bis ich in Ordnung kam, schlug Vie Glocke.
neun Uhr. Wie gewöhnlich.
Zehn bis zwölf. Schrieb einen Brief an Herrn V. in F.
Zwölf Uhr. Bald bin ich des Kalbfleisches überdrüßig.
Ems bis drey. Wieder unruhigen Mittagsschlaf. Nun schon gUtn zweiten mal in dieser Woche. Wo will das hinaus!
Drey Uhr. Als ich eben den Caffee trinken wollte tratt der Nachbar Lips in mein Zimmer und brachte mir die Zeitung. Herr Nachbar, sagte er zu mir ich befürchte, ich befürchte, es thut kein gut mit den Alliir- ten. Sie haben einen starken Scharmützel verlohren und sich wieder ein wenig retiriren müssen. Er meinte, der Prinz Ferdinand Hütte klüger ge- than, wenn er die Franzosen schon lange attaquirt hatte.
Fünf Uhr. Weil wir mit unfern: Diseurs noch nicht fertig waren; so versparten wir ihn,, bis wir vor das Thor kamen. Wrr giengen jpatzieren..
Sieben Uhr. Der Nachbar Lips musste mit mir zu Nacht fpef* ftn. Wir waren über Tisch ziem lich lustig, so sehr wir uns auch über die Zeitung geärgert hatten. Fünf Schoppen Wein a Person.
neun Uhr. Dem- Nachbar Lips fiel die Pfeife aus dem Mund. Der Johann mußte ihn heimführen. Er ist doch ein braver ehrlicher Mann, er thut einem im finstsrn Bescheid unp laßt nicht einen Tropfen im Glaße.
Donnerstags. Ache Uhr. Stund ich auf und gieng in der Stube herum.
neun Uhr. Wie gewöhnlich.
Zehn ITbr. Ich fütterte mein Federvieh.
EilfUhr. Gieng ich , mit einer Pfeife im Munde, in meinem Hausgarten herumund sch dem Johann zu, wie er die Wege sauber machte.
ZwölfUhr. Ziemlichen Hunger. Die Suppe hat ein wenig zu Viel Salz Meine Köchm muß verliebt seyn. Ich befürchte, derJohann-
Em Uhr bis örey. Sanfte Mittags«Ruhe.
Drey Uhr Den Caffee nebst einer Pfift.
Vier Uyr. Ich g eng mit meinem Herrn College» spatzierem Ek redet mir zu viel von Geschäften.
Fünf Uhr. Zum Wein«. Schlechte Gesellschaft. Einen Schop* xen wenigst ms ssnst.
Sichen


