Ausgabe 
8.12.1767
 
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Dienstags den 8 een December. 176,7* "

MltHochfürstl. Hessen-Darmstädtischer gnädigsten Erlaubnis.

Antwort <tuf das Schreiben eines jungen Frauenzimmers VS« Stande an die Verfasser diefts Wochenblatts/ dieZulässig- keit eines Briefwechsels zwischen unverheyratheten Per^B nen j>tybcriey Geschlechts betreffend«

. Gnädiges Fräulein!

(SfSSie haben mir besohlen, Ihnen meine Gedanken über die ZuläßigkeiL eines Briefwechsels zwischen unverhevratheten Personen beyderlch Geschlechts mitzutheilen. Dieser gütige Befehl bringt Ihrem schö­nen Herzen eben so viel Ruhm, als es mir Ehre macht, daß Sie mich desselben gewürdigt haben. Allein sind das gnädige Fräulein nicht viel­leicht auf Den Argwohn gerathen, als wenn ich mich bey der Entscheidung dieser Frage zu sehr auf daschemrliche Interesse meines Geschlechts lenkeü möchte, das sich größtentheils so sehr glücklich schätzt, wenn es mit einem artigen Frauenzimmer Briefe wechseln-kann? Doch befürchten Sie keine Partheylichkeit in diesem Stücke von mir. Ich will meinem Geschlechte gewis nicht das Wort reden, damit ich mich des scl)ätzbaren Vertrauens, womit Sie mein Unheil beehren wollen, nicht unwürdig mache. Allein ich möchte doch auch nicht gern meinem Geschlechte etwas vergeben. Ich

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