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tzen, um einer andern» für die man mehr besorgt ist, weil sie etwa eine Muhme von uns ist, den Weg zum Glücke, denn dafür sieht man doch dasHeurathen gemeiniglich an, zu bahnen; so kommen mir diese Leute Hoch Nicht so abscheulich vor, als andre, weiche ein Handwerck daraus ma- chen zwey Personen, die gegen einander Neigung haben, zu entzweyen, oh­ne daß sie Die Sache auch nur von weitem her angeht, und sie von einer angezundeten Misheüigkeit, für sich,' die Ihrige, oder ihre Freunde nur den geringsten Vortheii ju hoffen haben. Der Eigennutz findet, so straf- bar er immer seyn mag, doch noch einige Entschuldigung: aber eine Hand­lung, welche zum Schaden des Nebenmenschen abzielet, und wobey man weder Vortheile zu gewarten, noch Schaden zu besorgen hat, wenn man sie unterlaßt, muß nothwendig aus einem Menschenfeindlichen, neidischen und höchst boshaften Gemüth herrühren. Frontin merkt kaum daß Cleant einige Neigung gegen ein Frauenzimmer spüren laßt, so ist er gleich geschäf­tig, ihm dieselbe bey aller Gelegenheit verhaßt zu machen. Er geht dabey so eifrig zu Merck, daß man glauben sollte, seine gantze Wohlfahrt b'eru- he darauf^ die Verbindung dieser beyden Personen zu hintertreiben. Un­tersucht man die Ursache seines Vorfahrens, so findet man zuletzt weiter Nichts als daß das Frauenzimmer das Unglück hat, dem Frontin schon seit langer Zeit zu misfallen. Ich will annehmen, daß er es aufrichtig mit sei­nem Freunde meyne: weiß er denn nicht, daß eine Person, die ihm nicht gerade gefallt, sich dennoch vortrefiich für einen andern schicken könne, daß pch die Neigung und Liebe durch nichts binden laßt, daß man niemand im Heurathen vorschreiben noch weniger eiriem andern nach seinen eignen Ge, sinnungen beurtheilen dürfe, und er selbst eine Frau gewählt hat, die ein jeder anderer, alö er, sich gewiß nicht ausersehen haben würde ? Myrtill hat an SylvieN weiter nichts auszusetzen,, als daß er ehmals, als er um sie ängehalten hat, abschlägliche Antwort bekommen hat. Man hat ihm über diele in einer solchen Form ertheilk, daß kein vernünftiger Mann da­durch beleidigt werden konnte: weil es immer Fälle genug giebt, in welchen man an den Verdiensten einer Person am geringsten nicht zweifelt, ob man gleich seinem Hertzen nicht gebieten kan, diefelbige zu. lieben. Und dennoch tragt Myrtill so einen unversöhnlichen Haß gegen Silvia, daß er keine Gelegenheit entwischen läßt, ihr einen Schandfleck anzuhängen. Er hört daß Sylvia mit dem Menalk so gut als versprochen sey: den Augen­blick sinnt er auf Mittel diese Heurath zu stören. Er lauft zu dem Me- nalk/ den er kaum von Ansehen kennt, und erzählt so viel nachtheiliges

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