m Gressisch« «ScheMtch StMtkEtztz« Anzeigen fürstlichen academischcn Gesellschaft der welnvekshei'r und der Arrneygelahrtherc;u führen.

Um ihre schuldigste Dankbarkeit für diese höchste Gnade ihres gnä« digsten Fürsten zu erkennen zu geben, bestimmte die Gesellschaft den sech­sten Novembr. zur öffentlichen Bekanntmachung d«S erhaltenen Privileg«. Zur Verschönerung dieses feyerlichen EinweyhungSfesteö wurden diesämmt- lichen Professoren der Academie und verschiedene andre vornehme und wür­dige Gelehrte in unsrer Stadt eingeladen. Der Herr Professor Böhm eröfnete sodann der ganzen Versammlung in einer sehr wohl abgefaßten Rede den Endzweck dieser feyerlichen Zusammenkunft, forderte den bisheri­gen Secretair der Gesellschaft von der medicinischen Ordnung, Herrn v. CTtbdz auf, das Privilegium, nebst den von seiner Hochfürstlichen Durch­laucht gnädigst bestätigten Gesetzen der Gesellschaft vorzulesen, und han­delte hernach im Fortgang seiner Rede: de conftituendis coordinandis- que longitudinum, grauitatum , rerumque fluidartim & aridarum menfiiris fecundum rationem ab ip(ä natura defumtam.

Hierauf erklärte Herr Bergrath und Professor Baumer ebenfalS in einer lateinischen Rede, die Ursachen und den Ursprung der Grund- Wasser.

Herr Professor Aleftld trug seine Gedanken von den angeblichen Contrafiffuns cranu bey jungen Kindern in eben der Sprache nach ana« komischen Gründen vor, und gab verschiedene Beweise an, warum man daran zu zweifeln Ursache habe.

Herr Rath Adam prieß hierauf in einer französischen Rede, den lo- benswurdlgen Anfang der Gesellschaft, wünschte ihr Glück zu dem hohen Grade des Glanzes, wozu sie nunmehro durch die GroSmuch Ludrr-crs/ des Gütigsten, sey erhöhet worden, und gab hernach einige Vortbeile und Zusahi bey Schmelzung der Metalle, insbesondere zur Glocken und Stuckgieserey an.

Herr Hofmedicus D. Berchelmann las nach diesem einen Auf­satz m deutscher Sprache vor, worinn er zeigte, wie nach der Meinuna eines gewissen Gelehrten nicht nothwendig, auch nicht glaublich-

'M Gehtm und dessen organis fenforiis (sinnlichen Werkjeu. gen) Gedächtnis-Bilder formiret wurden, um einer geschehenen Sache sich wieder iebhastzu erinnern. Er endigte feinen Vortrag mit einem Ge. dichte/ wozu der Stoffvon der Feyerlichkeit dieses Tages und der Einigkeit der Gelehrten zu heilsamen Endzwecken hergenommen war. 3

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