zrr Giesirsche wöchentlicht-gemeLmrStzigo Anzeigen

berste sollte ein Haar der heiligen Maria seyn, welches er zu zeigen vor- §ab, indem er die Hande von einander that. Ein Bauer, der neugierig war, dieses Haar genau zu betrachten, trat naher, und sagte zu dem Geistlichen: Aber mein Pater, ich sehe es ja nicht. Das glaub ich dir wohl du Narr/ erwiederte der Pater, ich zeige es schon seit zwanzig Jahren und habe es noch nicht gesehen. So / sagte der Bauer, wieder etwas gelernt.

Aber die Neugierde hat doch nicht immer diese Wirkung, sagte dar­auf ein andrer. Sie gereicht nicht selten zu unsrer Beschämung. Eine junge Dame aus einer grosen Stadt beichtete einmal bey einem Ordens- geistlichen. Der Beichtvater, nachdem er verschiedene auf ihre Beichte sich beziehende Fragen an sie gethan hatte/ war zugleich neugierig, zu wissen, wer sie wäre, und fragte sie nach ihrem Namen- Die Dame, welche es nicht für yöthig hielt, seine unzeitige Neugierde zu befriedigen, antwortete ihm: Mein pater/ mein Name ist keine Sünde.

Es wurde lang von dem Heyrarhen gesprochen und besonders von dem grosen Glück der Ehe zwischen Leuten, die sich recht zärtlich und ver­nünftig lieben. Dies verursachte einige angenehme und scherzhafte Er- zählungem Als ein gewisser Bischoff Catechisinusexamen hielt, fragte er eine Frau, die im Heyrathen nicht allzu glücklich gewesen war, wie Viel Sacramente waren. Sie sagte sechse, und nannte sie her. Nun, und die Ehe, fuhr der Bischoff fort, haltet ihr denn die für kein Sacra- ment, diese so heilige, so süße, so angenehme Verbindung? - Ach/ ad)/ antwortete die Alte, wenn sie so gut ist, warum versucht: ihr sie denn nid)tt

Ein andrer erzählte: Ein Vater hatte heimliche Ursache gehabt, warum er das Glück der Ehe, in Gegenwart seiner Tochter, nicht allzu sehr gepriesen hatte: Die einen Mann nimmt, hatte er ost gesagt, thut nicht übel; aber noch besser thut die, die keinen nimmt. - Mem lieber Vater/ hätte sodann das unschuldige Madgchen geantwortet, ich will nicht übel thurr; besser mag thurr / wer Lust hat.

Zur Beschämung aller Eltern, die ihre Kinder zwingen, wider ihre Neigung zu hevrathen, erzählte ein andrer folgendes: Ein Geizhals wurde durch die wichtige Ursache, fine dote nämlich, bewogen, seine Tochter ei­nem alten abgelebten Manne zu geben. Als nun der Priester am Altäre das junge Madgchen um seine Einwilligung befragte und das eiserne Ja Wi ihm forderte, sagte es ganz treuherzig und mit Seufzen zu ihm: O ehrlich^