r?8 Mesische wöchentlich - gemernnStzige Anzeigen
nen kleinen Stoltz noch vielleicht hmgehen lassen. " Es lst noch viele Hofnung da. Aber es wäre zu wünschen, daß sie von dem vier und zwanzigsten Jahre anfingen , alle folgende Jahre eine solche Portion davon ab* ZU legen, daß im dreyßigsten gar keiner mehr übrig wäre. Vielleicht wür- de alsdann noch manche ihre Absichten erreichen, die sich jetzt durch chr Grosthun, das nicht mehr von Jugend und Schönheit unterstützt wird, selbst hinderlich fauc. Es ist lächerlich, stolz zu feyn, wenn die Ursachen Dazu, ich will nicht sagen unzulänglich, (denn so sind sie zu allen Zeiten) sondern bereits längst weggefallen sind.
Ihr galante Herren, die ihr euch auf weiter nichts zu befleisigen pflegt, als was bey Frauenzimmern beliebt macht, denkt wohl schwerlich daran, daß hierzu auch eine Kenntnis der Mathematick erfordert werde. Wen» ihr ihnen Muster zeichnen wollt, so müßt ihr wenigstens mit Cirkel, Lineal und Winkelhacken umgehen können. So viel man schon von dem Nutzen der mathematischen Wissenschaften geschrieben und zum Theil erdichtet hat; so wenig ist bisher ihr Einfluß in die Galanterie bemerkt worden.
* Sinngedichte.
Dre Vorsichtigkeit. :
Thrax schwört zu jedem Wort bey seiner armen Seele, Damit man ja nicht glaubt, daß es ihm daran fehle.
Der junge Greis.
Als ich ein Kind von vierzehn Jahren war. War leider! schon mein Mann ein Mann. Er hat zwar noch nicht fünfzig Jahr, Er ist noch nicht an Haaren weiß, Nnd doch ist er, wie ich allein versichern kann. Ein alter, steifer, abgelebter Greis.
Der vermeinte Philosoph.
Amyntas soll ein Weiser seyn, Das räumt die ganze Stadt ihm ein». Allein er ist es wariich nicht:: Denn er ist ja ein Bösewicht.
Em


