Ausgabe 
29.7.1766
 
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IMS Nachrichten.

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unsanftmüthigen Wesens. Ich kann ihn« nicht vorschreiben, wie sie diese Ab- handlung einrichten sollen; ich möchte aber doch gerne, daß <&it sie auf meinen Mann richteten. Er ließt ihr Blatt, und ich habe Hofnung, daß <r seine böse Gewohnheit abkegt, wenn Sie ihm das unvernünftige und chö- richte in seiner Aufführung recht, deutlich vor die Augen malen und ihm Be- wegungsgründe angeben, die ihn zur Erkenntnis und zur Verbefferung seines Fehlers antreiben. Durch diese Gefälligkeit werden Sie sich sehr verbinden 3b^

M v ergebenste Dreaerrn

Belmde.

Mittel wider die Mattzem

cßon einem großen Arzt erfunden. Es bestehet in folgenden: Man mmt einen halben Schoppenvon dem am höchsten mtrfimten Wemgerst, G g z emen

Einige Räthsil aus dem Greisin. -

Was ist das für ein Spiegel, in dem das Häßliche, schön, das Krumme, gerade, das , Kleine, gros erscheinet? ^ebennan trägt ihn bey sich, niemand aber siehet hinein, als der blind ist. So bald^den zün­den die Augen geöfnet sind, finden sie mcht mehr drmnen, was sie vorher gesehen hatten. So lange wir diesen Spiegel gebrauchen, sind wrr uns selbst unbekannt. Er muß doch nicht zerbrochen und weggeworfen, son­dern nur abgeputzt werden. /

Em andres.

Es ist ein Vogel, schön an Farben und Gestalt, jedoch werm seine Stimm am lieblichsten erschallt So ist sie am gefährlichsten zu hören Und kann die Klugen selbst bethoren.

Em gelehrtes Räthsil.

K Ein groser König hat einen Diener, der bald vor ihm hergehet mV den seiner Ankunft verschwindet: bald hinter ihm hergehet, wenn er nicht mehr zugegen ist, und doch ohne ihn nicht gesehen werden kann.. Erzre- het die Aufmerksamkeit am meisten auf sich, wenn er fehr wemg zu se­hen ist.