20 Giesische w§ch^ytzh'ch-WwelS-rötzlge Anzeigen deswegen schätze, weil er ihm das Vergnügen wohlzüthun gewähre, und ihm ein Mittel würde., die Thränen der. Elenden nbzutrockncn, oder in Freudenthränen zu verwandeln. Dann erst ergötzte ihn sein-Geld, wenn er sich mit dem Gedanken niederlegen könnte, daß er durch dessen-Hülfe wieder einen Menschen ans seinem Kummer errettet habe.
Diefts schöne Beyspiel verdient .mit dem höchsten Rechte, daß man zu seinem Ruhm die vortreßiche 'Stelle aus den Gedichten des Herrn von Hagedorns darunter setzt: ...
O wie beglückt ist der, auf dessen reine Schatze
: Nicht Fluch noch Schande fällt, noch Vorwurf der Gesetze,
Der aus dem Ueberfluß, den er mit Recht besitzt,
-Der Armen Blösse deckt, mW ihre Häuer stützt,
Die Künstler kennt und hegt, mit seinem Beystand eilet, Und mit gewohnter Hany des Kummers Wunden heilet!
Vor ihm. verlieren sich die Zähren banger Noch, .
Die Milde seiner Huld entfernt der Greisen Tod, Zieht ihre Kinder auf, die Vater zu verpflegen. Und wird ein Gegenstand von ihrem letzten Seegen, Die Lust an aller Wohl beseelet, was er thut, Es ist fein E-genthum ein allgemeines Gut.
Es überstießk sein Herz, der . innre Freund der Armen, Vön reger Zärtlichkeit, von göttlichem Erbarmen.
Folgender Brief ist eingesaufem
Meine Herrn!
Ich dm an einen Menschen verheyrachek, von dem jedermann sagt, daß er ein ehrlicher Mann sey und das beste Gemüth von der Welt habe. Ob er gleich dieses Lob verdient, so hak er doch noch einen grofen Fehler an sich, wodurch er mich fast alle Tage betrübt und beschimpft. Di'esir Fehler besteht darinn,daß er gleich so sehr in Hitze gerath, wenn ich aus Ueberei- lung nur das geringste sage oder thue, das ihm nicht recht gefällt. Sie können sich nicht vorstellen, wie oft er mir schon auf eine ungestümmeWeise in den größten Gesellschaften begegnet ist,; ES ist wahr, er bereuet es bald wieder. Was hilft aber-diese Reue, wenn ich einmal beschimpft worden bin, und wem er sich, und mich einmal lächerlich gemacht .hak? Ich bitte Sie, meine Herrn , nehmen Sie sich meiner an, und fetzen m eines von Ken Blättern eine Abhandlung über die UnUrnünftigkeit eines hitzigen um
* O. rmsanft-


