384 Gresische wöchentlich- gemeinnsttzige Anzeigen
sang begraben worden. Doch sind bis dahin np. Bürger und if4 bürgerliche Weibspersonen ausgezeichnet. Am 31. starb der Obristlieukenant ron Schrautenbach; am 3. Novembr. Herrn -Obristlieutenank Wolfen Tochter; am rz. wurde Herr Capitain Orth, der zu Reinfels gestorben, allhier begraben; am rr. Herr Jeremias Stammen Rentmeisters seet. hinterlassene Wittib; am 17. Herrn Henrich Plock Haußfrau; am.zr. ist Herr Superintendens Doctor Johann Dieterich entschlafen, und hat mit seinem Tod welcher ein allgemeines Veyleid veranlasset, das traurige Jahr beschlossen. Summa Summarum alle Todten waren nach dem KirchenProkocoll und dem vom Todtengmber eingeschickten Bericht 15*0;, Personen.
Im folgenden i6zLsten Jahr hat das Sterben merklich abgeiwm- men, wie dann nach Anzeige des KirchenProtocolls, und des Todtengrä- bers Bericht, der verstorbenen, zz6. und darunter tf. aus dem Hospital gewesen. Im Monat Januar, am , 9. Tag ist Herrn Dockor Joh. Dieterich seel. gewesenen Pfarrerrs und Superititendenten hinterlassene Frau Wittib gestorben; am 27. Febr. Herr Johann Hausen, Kellner zu Reichelsheim; am i z. Inn. dem Herrn Jagermeister Müncherod ein Töchterlein; am 4. Jul. Herrn Mag. Hartmann Mögen StadtPredigers Töchterlein; fltnzi. Septemb. Susanna Herrn Melchior Plocken, Haus- Frau; am 24. -Octobr. Herr Johannes Ebel zum Hirsch, RathsSchöff; am i s. Decembr. Jrmcker Schwartz von Nidda, so im Cöllnischen Land von den Bauern auf den Tod geschlagen, und hier gestorben; am 19. eiusd. Herr Melchior Liedel aus Schlesien von Münster berg gewesener Lieutenant von dem -Oppischen Regiment bey der Kayserlichen Armee; am if. Octobr. Herrn Andräe Pfarrers zu Hausen seel. Wittib.
Aus dem allen ist offenbar, wie gros der Jammer zur damaligen Zeit gewesen, Da nebst dem Schwerdt auch die Pest in unsrem geliebten Vat» terland gewütet, und viele tausend Menschen plötzlich dahin gerissen; dergleichen wir in dem letzten traurigen Krieg nicht erfahren. Unsrem GOtt, der die Sünder mit Langmuth und Verschonen tröget, sind wir ewig Lob und Danck dafür schuldig. Wie sträflich ist die Kaltstnnigkeit mancher Menschen, und wie wenig behertzigen sie den mächtigen Beystand ihres Gottes, Opfert GOtt Danct, und bezahlet dem Höchsten eure Gelübde»


