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wöchentlich-

Achtes Stück.

Dienstags den 25 een Februar. 1*766.

Mit Hvchfürstl. Hessen 5 Darmstädtischcr gnädigsten Erlaubnis.

G9rä) komme eben aus einer Gesellschaft / wo mir wegen des Vorschlags fU zur Errichtung einer FrauenzimmerBibliotheck vorgeworfen wurde/ ich Hütte dabey die Absicht gehabt/ unfern Frauenzimmern eine Be­gierde/ gelehrt zu werden/ beyzubringen. Was ich nur dachte, sagte mir ein junger Herr/ daß ich Frauenzimmern solche Bücher Vorschläge/ die allein für Gelehrte von Profession gehörten. Romanen / Romanen, rief er, das sind die Bücher, die Frauenzimmer lesen müssen. Ein vernünfti­ger Mann in der Gesellschaft wollte mich vertheidigen und gab dem jungen Herrn, der von der Sache weiter nichts verstünde, zur Antwort: wenn das Frauenzimmer nichts als Romanen ließt; so bleibt es eben so tumm, als viele junge Herrn, die mehr auf die Pracht ihrer Kleider, als auf die Schönheit ihrer Seele bedacht sind. Ich stimmte dem letztem bey und fügte nur noch hinzu, daß eS gar meine Absicht nichtgewesen wäre, das Frauen­zimmer gelehrt zu machen; ich Hütte mir auf Verlangen eines vernünftigen Cavaliers die reinen Quellen gezeigt, aus denen ein Frauenzimmer schöpfen müsse, wenn den Endzweck seines Lebens erfüllen, wenn es seinen Ver­stand ausklären, sein Herz bessern, wenn es eine gute Mutter, Ehegattin, Wirthin, Freundin werden wolle und wenn sie aus diesen Quellen nicht schöpfte; so würde es schwerlich diesen grosen Endzweck recht kennen lernen,

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