wöchentlich t A •
Mb Nachrichten.
Fünf und zwanzigstes Stück.
Dienstags den a4ten Junii 1766»
Mit Hochfürstl. Hessen-Darmstädtischer gnädigsten Erlaubnis.
Eingeschickte Sachen.
Fragen von dem Vorzug dieser oder jener Wissenschaft, sind,' Ml) wenn sie unbestimmt ausgedruckt werden, theils gar nicht zu beant- worten, theils eine Quelle von vielen schädlichen Vorurtherlen. Da die Umstände und die Verhältnisse darinnen wir uns befinden, den Ausschlag geben müssen, ob diese oder eine.andre Art von Wiffenschaf- ten am nothwendigsten und nützlichsten sey , so ist leicht zu erachten , daß keine schickliche Antwort ertheilt werden kan, wenn die Frage ganz kahl und von allen Umständen entblößt vorgetragen wird. Was ist z. E. nöthM, die Weltweisheit, oder die Mathematick?. Man kann nichts entscheiden, weil es Fälle giebt, wo die eine, und wiederum Falle, wo die andre Wifi» senschaft einen vorzüglichen Werth behauptet. Sie sind an und für sich betrachtet beyde in gleichem Grad nothwendig und nützlich: und es hangt blos von den Umständen ab, welche von bevden in einem besondere Fall den Vorzug haben soll. Sobald die Frage genau bestimmt ist, sobald i|t es nicht schwer eine schickliche Antwort zu finden. So ist zum Exempel dem grösten Haufen der Studirenden die Weltweisheit weit unentbehrlicher als die Mathematick, ob es gleich nicht erlaubt ist. in der letzter» ganz un- * iU W b Mch


