Hi6 Gresisthe wöchentlich- gemeinnützige Anzeigen
die ftegensvM Producken andrer Gegenden ersetzet norden. Die Vorsicht hat der Welt einen Gellere/ einen Crmswr/ einen Llopstock, eilten Schlegel/ welche noch die Bewunderung künftiger Zerren seyn werden> gebohren werden lassen , damit durch sie die Christenheit mit vor- rrestichsn geistlichen Liedern beschenkt würde. Und sie Haden sie wirklich Damit beschenkt. Sie Haden gesstliche Lieder verfertigt/ die alle alten weit weit hinter sich lassem Warum wählen wir diese nicht ( und sollte es auch vur aus Dankbarkeit für die grosen Verdienste dieser berühmten Männer geschehen) zu unfern ordentlichen Gesängen in den Häuftru, wo Gottes Ehre wonet? Will man vielleicht auf beffre und schöme Gesänge war- Utt,- als diese sind? Das würde in der That zu lange dauren. Ist mau Doch schon in Leipzig vernünftig genug gewesen/ sie irr die Kirche emzufüh- ren; warum wollerr.wir, die wir gleich stark von der Nothw«Migkeit der Verbesserung unfrei* Gesangbücher überzeugt sind / oder doch überzeugt seyn können, nicht eben so vernünftig' seyn ? Besonders da nunmehro alle Schwierigkeiten durch dem geschickteu Redner, den Herr Prediger Zollst- kofer zu Leipzig, völlig sind gehoben worden, so, daß wir bey der ganzen Sache am'tzt weiter nichts mehr zu thun haben, als nur ab drucken zu lassen. . Denn dieser einsichtsvolle Mann hat mit der besten Wahl die schön? sten geistlichen Gesänge der oben genannten berühmten Dichter ausgesucht und Re in diesem Jahr unter folgendem Titel drucken lassen: Heues Gesangbuch / Oder Sammlung der besten geistlichen Lieder und Gesänge zum Gebrauche bey dem öffentlichen Gottesdienste/ herausgegeben von G. I. Zollikofcr Leipzig ,766. Dieses Gesangbuch rst bereits, wie ich schon gesagt habe, in Leipzig eingeführt; es fragt sich also: ob es nicht eben so Lut in unsrer Lrrche konnte ein# geführt werden.
Ich will meine Leser nur noch ein wenig genauer mit den Bestandthel- len dieses schönen Gesangbuches bekannt machen. Es bestehet nicht allein aus den besten von den Liedern und Gesängen, welche die oben genannte grose Dichter verfertigt haben; sondern man findet auch darinn neue und noch nie gedruckte Lieder, die Zum Theik auch von sehr berühmten Dichtern herrühren-, und eine noch grösere Anzahl durchgängig veränderter und verbesserter alter Lieder, M vorzüglich verdienten, bcybehalten zu werden. Die schlechteren alten Lieder sind ganz wcggelaffen worden. Die Gellert- scheu Lieder,- die eigne Melodien hatten, sind Arofenkheiks so eingerichtet Borden, daß sie nunmehro nach den bekannten und gewöhnlichen Kirchen- Melodien


